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ayanea

Bookparadies

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Sternensturm

Sternensturm - Kim Winter Zäh, noch zäher Mittelteil// Ok, Sternenschimmer- den ersten Band fand ich eher mittelprächtig (3 Sterne), aber weil mir damals die Idee hinter der Geschichte gefallen hat, wollte ich nun doch wissen wie es weiter geht und widmete mich nun dem zweiten Roman: Sternensturm. Auch hier überschlagen sich mal wieder die Ereignisse und die Liebe zwischen Mia und dem Loduuner Iason stehen unter keinem guten Stern (welch Wortwitz!). Als immer mehr Jugendliche verschwinden und die Befürchtungen nahe liegen, das die Stimme aus dem ersten Band wohl doch überlebt hat und des weiteren andere Wächter auf der Erde erscheinen, verliert Mia zusehends die Freude am Dasein. Und da ist er schon, der erste riesengroße Kritikpunkt des Buches: MIA! Selten habe ich so eine unausstehliche Person "erleben" dürfen wie in diesem Buch. Ist klar, dass Mia etwas leidet, weil man ihr Iason vorenthält und sie ihn nicht mehr sehen darf. Aber sie badet regelrecht im Selbstmitleid. Ist nicht ansprechbar, wiegt sich lethargisch hin und her und ist auch sonst ständig am Heulen und rum schreien. Eigentlich schlittert sie in diesem Buch von Tiefpunkt zu Tiefpunkt und ich als Leser erlebte meinen eigenen absoluten Tiefpunkt mit dieser Figur und damit dem ganzen Roman. Ein zweiter großer Kritikpunkt ist die Story an sich. Was mich im ersten Buch noch begeistern konnte wie die Kinder und die Einführung der Außerirdischen ging dies in diesem Roman gänzlich flöten. Die Kinder waren so gut wie nie da, die Entführungsgeschichte geriet zusehends in Vergessenheit und war dann nicht mehr von Bedeutung und neue eingeführte Charaktere blieben einfach blass. Bis auf Skyto- den fand ich ganz gut :) Spannung vermisste ich auf diesen langen, langen, nein echt:wirklich langen 580 Seiten auch. Schon vergessen? Es ging um die traurige Gefühlswelt von Mia. Und ich dachte eine Liebesgeschichte kann unmöglich verkitschter beschrieben werden wie im ersten Band. Aber hier wurde mir eingehend gezeigt, dass die nicht auslebbare Liebesgeschichte um ein vielfaches verkitschter und tragischer rübergebracht werden kann. Auf den letzten 100 Seiten kommt dann wieder etwas Fahrtwind/Sturm auf, aber der blieb schon wieder auf den letzten 20 Seiten auf der Strecke und entwickelte sich zum lauen Lüftchen. Es kam mir hier so vor, als wollte die Autorin nicht recht zu einem Ende finden, so wurden noch ein belangloseres Friede-Freude-Eierkuchen Szenario nach dem anderen beschrieben. Ich weiß nun: nach Sternensturm ist eindeutig Schluss. Für glühende Fans von Mia und Iason wird sicherlich auch dieser Teil die gewohnte Qualität bieten, wenn man darauf steht. Hat man jedoch den ersten Teil schon mittelprächtig gefunden, dann lasst um Gottes willen die Finger von dem Buch.