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ayanea

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Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein: Roman

Smalltown Girls: Der Tod kommt selten allein - Josephine Mint Kein Roman, vielmehr ein langer Prolog// Smalltown Girls ist eines jener Bücher, von denen ich mich als Leser richtig verar** fühle. Laut Klappentext sollte uns eine Geschichte rund um Freundinnen aus einer Kleinstadt präsentiert werden, die durch eine mysteriöse Prophezeiung den eigenen Tod vorher gesagt bekommen. Klingt spannend- denkt man sich und fängt an zu lesen. Schnell wird klar: man befindet sich wirklich in einer Kleinstadt aber die erwähnten 3 Freundinnen sind viel mehr zwei und dann etwas später ein drittes Mädel, was eher fremd ist und dem Leser auch fremd bleibt. Die Charakterentwicklung ist dermaßen fad und befasst sich eigentlich nur mit der Hauptfigur Charlie. So wie ich das verstanden habe, soll Smalltown Girls eine Trilogie werden und jeder der drei Bände befasst sich nun mit der Sicht eines dieser drei Mädchen. Der erste Teil dreht sich also primär um Charlie. Ihr Handeln wirkt mir zuweilen arg konstruiert, ebenso wie ihre Wortwahl. Ich hasse es wenn Autorinnen bemüht jugendlich schreiben wollen. Es gibt keine Steigerungsform von "okay"! Selbst Jugendliche wissen das. (hoff ich). Wenn man nun denkt es würde sich alles um diese drei Freundinnen und um diese mysteriöse Prophezeiung handeln, der irrt sich ungemein. Die drei "Freundinnen" gehen recht merkwürdig und fies miteinander um. Da ist jeder jeden böse und unsagbar nach tragend, um im nächsten Moment wieder das Unschuldslamm vom Lande zu spielen. Die Prophezeiung, die recht stimmig eingeführt wurde, verblasst auch sehr schnell unter der banalen Handlung der ersten großen Liebe von Charlie zu Linus. Sie wird nur sporadisch erwähnt, alle drehen sich im gesamten Buch nur im Kreis und die Handlung (kann man das in diesem Fall so nennen?) tritt auf der Stelle. Nachdem ich das Buch doch recht zügig durch gelesen habe (wirklich keine große Prosa, der Text ist sehr einfach gehalten, um eventuell den jüngeren Leser zu gefallen) bleibt ein fader, ja bitterer Nachgeschmack zurück. Ich fühle mich regelrecht verar** wie oben bereits erwähnt. Selbst wenn ich weiß, dass ich nur den Auftakt einer Trilogie lese, erwarte ich für den ersten Teil eine gute Einführung aller (!!!!) Charaktere, ein stimmiges Umgebungsszenario und zum Teil eine HANDLUNG. Diese muss nicht bis ins Kleinste erklärt oder zum Ende gebracht werden, aber wenn so viele Fragen aufgeworfen werden, sollte zumindest eine Frage beantwortet werden, aus der sich eventuelle eine andere für den zweiten Teil ergibt. Nicht so in Smalltown Girls. Der Leser wird angefüttert und dann 250 Seiten gelangweilt. Ich vergaß den letzten Satz: Hier endet der erste Teil! Wie nun…fragt man sich? Ich finde es einfach unverschämt so eine halb ausgegorene Geschichte, die einem langen Prolog eher ähnelt als denn einem richtigen Buch für sage und schreibe 14,95€ auf dem Markt zu hauen! Ihr wisst schon dass es größtenteils Jugendliche lesen, die sehr genau überlegen müssen, wofür sie ihr erspartes hinblättern? Ich denke mir alle drei Teile von Smalltown Girls könnte 1(!) gutes Buch ergeben- aber nicht dieser Auftakt, der geradezu danach schreit: lasst uns Geld verdienen!!!!! So was ärgert mich und ich kann daher diesen Prolog nicht weiter empfehlen.