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ayanea

Bookparadies

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Fünf

Fünf - Ursula Poznanski Thanks for the Hunt Endlich mal wieder ein intelligenter Thriller, der mich mit Spannung und Koordinaten von Leichenfundpunkten in Atem gehalten hat. Mit einer wirklich erfrischenden Idee, der des Geocaching ersinnt Frau Poznanski ein völlig neues Mörder-Polizist-Leiche Konzept. Alles fängt damit an das die Kollegen Florin und Beatrice auf einer Kuhweide eine Frauenleiche entdecken, auf deren Fußsohle Koordinaten tätowiert wurden. Diese Koordinaten führen das Polizistenduo zu einer weiteren Lokalität, bei der sie eine Plastikbox mit Leichenteilen entdecken und dem Beginn zu nächsten Rätsel. Der Mörder hat sie fortan durch die Gegend von Salzburg mit immer neuren Überraschungen. Viel mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich nicht sagen. Eine Schnitzeljagd die auf der Theorie des Geocachings beruht ist jedenfalls glanzvoll umgesetzt. Man fiebert mit Beatrice mit und knobelt die ganze Zeit darüber nach wer der Mörder ist. Besonders gelungen finde ich an diesem Thriller auch die Charakterzeichnung. Beatrice ist eine durch ihren Beruf leicht überforderte Mutter, hat zwei Kinder und einen gemeinen Exmann, mit dem sie sich nebenbei ab und an rum schlagen muss. Zudem trägt sie ein dunkles Geheimnis, an dem sie zuweilen zu zerbrechen scheint. Die Autorin hat die Figur der Beatrice also ausgezeichnet Facettenreich dargestellt und ihr die nötige Tiefe gegeben, damit sich der Leser in sie hinein versetzen kann. Auch Nebenfiguren wie Stefan, Florin und potentielle Opfer werden sehr anschaulich umschrieben- hier bleibt keiner blass und farblos. Für alle die bisher von dem Begriff "Geocaching" noch nie gehört haben, sollte dieses Buch auch kein Problem darstellen, denn Beatrice hatte damit vorher auch nichts am Hut und man wird sehr stimmig an die ganze Materie herangeführt und sollte spätestens nach der Lektüre alles darüber wissen und es eventuell mal selbst versuchen. Zudem muss ich noch mal mein Lob aussprechen, wie die Autorin es geschafft hat, mich die ganze Zeit absolut an der Nase herum zu führen. Ich dachte schon früh zeitig an den potentiellen Mörder und es schien soweit alles zu stimmen. Frau Poznanski hinterlässt also gekonnt viele falsche Fährten und ich hätte nie gedacht, das es am Ende dann diese Person war, die es letztendlich war. Das Ende und die gesamte Machart der Auflösung und die Konsequenzen die daraus gezogen wurden, fand ich auch äußerst interessant und stimmig. Es gibt rein gar nichts an diesem Thriller auszusetzen. Er garantiert Spannung, detaillierte Figuren, den richtigen Schuss Nervenkitzel und einen Hang zur Natur. Daher kann ich guten Gewissens die volle Sternenzahl geben und spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus. Und irgendwie juckt es mich nun auch in den Fingern mich auf die Suche nach einem Cache zu begeben. In diesem Sinne: Thanks for the Caches!