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ayanea

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Dark Canopy

Dark Canopy - Jennifer Benkau Der Feind in meinem Bett Dark Canopy konnte mich in jeder Hinsicht begeistern. Einmal angefangen, zog es mich in seinen Bann und ich klebte förmlich am geschriebenen Wort. Frau Benkau erschafft ein düsteres Zukunftsszenario. Die Percent- ursprünglich eine von Menschen gezüchtete Rache, haben die Weltherrschaft an sich gerissen und unterdrücken seitdem alle Menschen. Die Percents haben viele beziehungsweise bessere Eigenschaften als die Menschen, wie schnelle Reflexe und halten die Welt durch "Dark Canopy" ständig in der Dunkelheit, da sie gegen das Sonnenlicht empfindlich sind. Joy, eine menschliche Rebellin wird bei einer Rettungsaktion von eben jenem Feind gefangen genommen und wird fortan an Neél als "Soldat" trainiert. Mit der Zeit muss sie jedoch feststellen, dass sich selbst unter den Feinden Menschlichkeit finden lässt.... Was für mich erst mal besonders positiv hervorzuheben ist, ist das die Liebesgeschichte die sich zwischen Joy und Neél entspinnt, nie erdrückend wirkt, weil sie von der Autorin zu viel Raum erhalten hat, oder dergleichen. Diese Liebesbeziehung braucht zunächst sehr lange in ihrer Entwicklung- wirkt dadurch für mich absolut stimmig und spielt im gesamten Romanplott eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger in diesem Roman sind die Zukunftsszenarien die die Autorin dem Leser offenbart. Es herrschte der dritte Weltkrieg- allein das beginnende Zitat von Albert Einstein führt einen stimmungsvoll in die düstere, dichte Atmosphäre ein. Das gesamte Buch, die gesamte Umgebung und auch seine Charaktere wirken sehr düster, speziell, geheimnisvoll und einfach genial. Allen voran die menschliche Hauptprotagonistin Joy- ein sehr eigenwilliges, burschikoses Mädchen. Sie wirkt sehr spröde und fest gefahren in ihren Ansichten und es ist eine wahre Freude sie nach und nach "auftauen" zu sehen- was nicht letzten Endes an dem Percent Neél liegt. Mir hat besonders gut gefallen, dass es Charaktere gab, die sehr vielschichtig waren. Hier gibt es kein schwarz und weiß denken. Jede Person im Buch hat ihre Gründe, die nachvollziehbar waren. Es gibt wirklich nichts an dieser Dystopie was mich gestört hatte. Ich war absolut beeindruckt von der düsteren Atmosphäre und begeistert vom geschriebenen Wort der Autorin. Dark Canopy ist der erste Teil von insgesamt zwei Bänden und ich muss wohl nicht hervorheben, wie gespannt ich auf die Fortsetzung bin- so ist das Ende doch relativ erschütternd und lässt einen aufschreien nach mehr, mehr, mehr….