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ayanea

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Aller Anfang ist Hölle: Die Dämonenfängerin (Fischer FJB (allgemein))

Aller Anfang ist Hölle  - Jana Oliver, Maria Poets Und wo war die Handlung? // Also ein Buch wie die Dämonenfängerin habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Das Buch hat circa 540 Seiten und es passiert auf diesen doch recht vielen Seiten so gut wie nichts. Weniger als nichts. Die Geschichte um die junge Riley plätschert nur so im seichten Fahrwasser dahin. Sie verliert ihren Vater, ihre Mutter ist auch schon lange tot und so steht sie als Vollwaise da. Damit ihr Vater nicht durch Nekromanten aus dem Grabe geholt wird, muss sie bis zum nächsten Vollmond an seinem Grab wachen, um schlimmeres zu verhindern. Durch den Tod ihres Vaters hat sie auch zugleich ihren Ausbilder verloren, der sie zu einer waschechten Dämonenfängerin ausbilden soll. Sie wird jemand anderem unterstellt, der ein wahrer Tyrann ist. Irgendwie hatte ich mir von dem ganzen Roman und nach den vielen unglaublich guten Rezensionen ungleich mehr erhofft. Die ersten 50 Seiten liesen sich auch sehr, sehr witzig an und ich war schon geradezu euphorisch- sicher, dies würde ein 5 Sterne Buch. Nachdem die Seiten jedoch verstrichen, Riley von einer langweiligeren Episode in die nächste schlitterte, konnte ich mir das Gähnen nicht mehr verkneifen. Dummerweise war ich auch schon viel zu weit im Buch, um abzubrechen (so was mache ich ja ganz ungern). Die Charaktere fand ich auch recht fad. Riley wirkt zwar im ersten Moment recht sympathisch, ist im nächsten Moment aber unglaublich naiv und dumm. So marschiert sie alleine los um Dämonen zu fangen und überlebt nur durch ein Wunder. Das hätte man sich irgendwie sparen können, so reagiert doch kein realistischer Mensch? Ich hätte dieses Buch eigentlich nicht lesen sollen, nachdem ich hinten gelesen habe das P.C.Cast es in höchsten Tönen gelobt hatte (der ihre Bücher finde ich nämlich auch ganz, ganz schrecklich). Als dann in der Danksagung eben dieser Autorin noch für wertvolle Tipps bei der Jugendsprache gedankt wurde, war mir eh alles klar. So hinterlässt bei mir die Dämonenfängerin einen eher sehr faden Nachgeschmack. Es gibt keinen richtigen Spannungsbogen. Man kann nicht mitfiebern- man erkennt nicht das große Ganze (und wie ich das verstanden habe, soll die Geschichte auch noch fortgesetzt werden). Die vielen Kerle die auf einmal auf Riley stehen, nerven nur. Und wichtige Aspekte und Fragen die sich dem Leser während des Schmökerns auftun werden nie beantwortet, ja nicht einmal angerissen. So fischt man irgendwie im Trüben, ist aber eh egal, nach 500 Seiten erwartet man eh nicht mehr viel. Und der lieblos hingeklatschte Cliffhanger, der dann irgendwie doch keine mehr ist, lies mich nur die Achseln zucken. Ich lese definitiv nicht weiter. 3 mittelprächtige Sterne mit Tendenz nach unten also für die langweilige Dämonenfängerin- man kann dieses Buch lesen, wenn man es nicht tut, hat man auch nichts verpasst!