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ayanea

Bookparadies

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If I Stay

If I Stay - Gayle Forman Gehen oder bleiben Wenn ich bleibe ist ein Buch welches sich mit einem sehr ernsten Thema beschäftigt. Mia hat an einem verschneiten Morgen einen Autounfall mit ihrer gesamten Familie. Ihre Eltern sterben noch am Unfallort und um Mia ist es auch alles andere als gut bestellt. Sie findet sich auf einmal als eine Art Geist wieder und beobachtet was um sie herum geschieht. Sie wird ins Krankenhaus gebracht und muss sich dort der alles entscheidenden Frage stellen: Soll ich gehen, oder bleiben? Dabei beobachtet sie ihre Angehörigen und ihren Freund Adam, die um ihr Leben bangen. In diesem Buch wurde ein sehr schwieriges Thema verpackt, welches sicherlich nicht einfach zu schreiben war. Umso erstaunlicher ist es, wie gut es der Autorin gelungen ist. Das Buch umfasst eine Zeitspanne von etwas über einem Tag- und das reicht vollkommen. Als Leser beobachtet man Mia, wie sie durch das Krankenhaus wandelt und ihrerseits wieder ihre Angehörigen und Freunde beobachtet. Das ganze Geschehen wird mit vielen Rückblenden erzählt und der Leser lernt eine Mia vor dem Autounfall kennen. Die Charakterstudie der vielen Personen fand ich nicht schlecht und ich konnte mir leicht von jedem ein Bild machen. Auch die Verkettung von Musik mit Tragik (so hat doch die ganze Familie einen Hang zur Musik) fand ich besonders gut gelungen. Natürlich war ich mir von vornerein klar, wie dieses Buch ausgehen wird, so weiß ich doch, dass es schon einen zweiten Teil gibt, aber das fällt ihr nicht so sehr ins Gewicht. Es ist vielmehr der Weg, den Mia gehen muss, um zu ihrer Entscheidung zu kommen, der von Wichtigkeit ist. Leicht hat sie sich die Entscheidung nicht gemacht, ihre Angehörigen waren ihr wohl eine große Hilfe. Nun muss mich allerdings die Frage beschäftigen, warum ich diesem guten Buch keine 5 Sterne geben konnte. Ich hätte vielleicht die vielen Rezensionen dazu im Vorfeld nicht lesen sollen. Viele haben von einer Achterbahn der Gefühle geschrieben und von einem kleinen Buchjuwel. Nun, diese Euphorie konnte ich beim Lesen nicht entdecken. Vielmehr machte sich gerade im letzten Drittel des Buches für mich das Gefühl von Langeweile breit. Temporeich und bestürzend fing es an und uferte dann zum Schluss etwas zu sehr im Detail und aneinander gereihter Rückblenden. Zudem war mir die Figur der Mia zu perfekt. Sie ist eine begnadete Cellistin- liebt ihren Bruder abgöttisch, ich konnte an ihr nicht einen Fehler entdecken, der sie für mich schon wieder unmenschlich werden ließ. Bei Star Trek konnte auch niemand den allseits begabten und Mutter liebenden Wesley Crusher mögen- eben weil er zu perfekt war. So konnte ich mich als Leser nicht mit der Person identifizieren. Ich schwankte also zwischen 3 und 4 Sternen. 4 konnte ich letzten Endes doch geben, eben weil die Geschichte an sich keine schlechte ist. Einfach lesen und selbst ein Urteil bilden.