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ayanea

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Death in a Prairie House: Frank Lloyd Wright and the Taliesin Murders

Death in a Prairie House: Frank Lloyd Wright and the Taliesin Murders - William R. Drennan Ein langer, langer, langer Lebenslauf Wenn man ein Buch ausgelesen hat und das erste was einen in den Sinn kommt: Gott sei Dank, ich habe es endlich fertig, ist- dann kann man wohl davon ausgehen, dass einen dieses Buch nicht sehr gut gefallen hat. Es war einfach so gar nicht meins. In dem Roman geht es um Frank Lloyd Wright (einen Star- Architekten) und Mamah Borthwick (Ehefrau und Mutter). Es gab diese Personen wirklich in der Geschichte und der Roman ist sicherlich gut recherchiert und gibt die einzelnen Stationen der beiden Hauptprotagonisten gut wieder. Mamah verlässt für Frank ihre Familie und bricht mit ihm nach Europa auf. Dort muss sie feststellen, dass sie eine Flut von negativen Schlagzeilen los getreten hat, so war es doch verpönt für eine Frau in dieser Zeit ihr eigenes Wohl über das des Mannes zu stellen und sich scheiden lassen zu wollen. Mamah war also eine sehr mutige, junge Frau. Frank hingegen, ein wirklich begnadetes Genie was die Architektur anbelangt, war in meinen Augen eher selbstgefällig und arrogant. Ich wurde nach dieser Erzählung nicht warm mit ihm. Beide Personen wurden als höchst kultiviert und intellektuell dargestellt (was sie womöglich auch wirklich waren), aber die Gespräche die sie mitunter führen, waren in meinen Augen zu gewollt. Selbst intellektuelle Menschen unterhalten sich nicht permanent mit kunstvollen Sätzen. So wirkte die komplette Geschichte viel zu gestellt. Zu Beginn des Romans, bei denen man in die Materie als Leser eingeführt wurde, gab es viele Rückblenden, die den Lesefluss mitunter etwas störten, da sie meiner Meinung nach nicht besonders gut umgesetzt wurden. Von einem Satz zum nächsten, befand man sich auf einmal in einer völlig anderen Zeit, was einen aber als Leser nicht sofort klar wird. Ich musste ein paar Mal zurück blättern, um nochmal nach zu lesen, ob ich mich im „Jetzt“ oder in der Vergangenheit befinde. Des Weiteren kam es mir manchmal so vor, dass die verschiedenen Abschnitte eher einer Aneinanderreihung von Lebensstationen glichen. Zu nüchtern wurde teilweise vom Geschehen berichtet, sodass ich mehr und mehr das Gefühl hatte einen extrem langen Lebenslauf der zwei Personen zu lesen. Dementsprechend hat sich die Lektüre für mich bis ins Unendliche gezogen. Schade eigentlich, so war ich auf den ersten 100 Seiten noch von den zwei Figuren und deren handeln gefesselt. Denn ich denke diese beiden waren sehr interessante Personen, bei denen es sich lohnte zu wissen was mit ihnen passiert ist und inwiefern sie die Welt und die Architektur reformierten. Aber irgendwo zwischen Seite 100 und 200 hat die Autorin mich als interessierten Leser einfach verloren. Daher leider nur 2 Sterne für den Roman, der mir einfach nicht zusagen wollte. Vielleicht finden andere daran gefallen, denen es nicht stört biographische Romane zu lesen, die mitunter etwas an Gefühl und Tiefe vermissen lassen. Um einen Einblick in das Leben von dem bekannten Architekten Frank Wright und dessen großer Liebe Mamah zu erhalten, sollte eventuell zugreifen.