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ayanea

Bookparadies

Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich!

Die Beschenkte

Die Beschenkte - Kristin Cashore Mit einer Gabe gesegnet, die Fluch zugleich ist// Das Buch "Die Beschenkte" ist keine Frage ein rundum gelungenes Debüt von Kristin Cashore aus dem Genre der High-Fantasy. Alles dreht sich um die junge Katsa, die über die Gabe des Tötens verfügt. Im Auftrag ihres Königs muss sie quasi seinen Meuchelmörder mimen. Als sie jedoch auf den geheimnisvollen Prinzen aus Linied trifft, der ebenfalls ein Beschenkter ist, gerät ihr Leben zunehmend aus den Fugen. Dieser Roman hat eigentlich alles was das Fantasyherz höher schlagen lässt. Eine stürmische Liebesbeziehung, eine phantastische andersartige Welt mit insgesamt 7 Königreichen, eine fesselnde Story und viele Bösewichte. Es machte richtig Spaß den Weg von Katsa und Bo (dem Prinzen) zu verfolgen. Primär widmet sich das Buch also dem ungleichen Paar, das sich zunächst immer besser in ihren Übungskämpfen kennen lernt. Stellenweise fand ich diese Kämpfe doch recht grob, aber es passte zu Katsa und der gesamten Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir, das die zwei Charaktere so unterschiedlich sind. Katsa ist aufbrausend, mutig, kräftig und doch tief in ihr drin verwirrt und Bo ist klug, einfühlsam, lustig- kurzum der perfekte Gentleman. Ich glaube besonders wegen dieser Liebesgeschichte, die sich doch recht langsam anbahnt hat mir das Buch so gut gefallen. Der Spannungsbogen war leider nicht immer gegeben, so hatte man zuweilen das Gefühl die Geschichte tritt etwas auf der Stelle. Dies wird jedoch von der Charakterentwicklung (besonders der von Katsa) durchaus wettgemacht. Ich konnte also nicht wirklich viel Negatives an "Die Beschenkte" finden und kann demnach eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen, für alle die dem Genre der High-Fantasy zugeneigt sind. 4 Sterne also für diesen tollen Debütroman, dem für mich jedoch das gewisse Etwas fehlte um 5 Sterne zu erhalten.

Die Bestimmung

Die Bestimmung  - Veronica Roth, Petra Koob-Pawis Entscheide dich, wer willst du sein// Diese Rezension fällt mir absolut nicht leicht. Ich musste nun 2 Tage darüber nach denken, wie ich dieses Buch bewerten möchte und was ich dazu schreiben kann. Ich denke definitiv das sich bei diesem Roman die Geister scheiden. Ich gehöre nun also leider zur Fraktion der Enttäuschten. Diese Dystopie hat eigentlich alles was sie braucht um gut zu sein: eine fesselnde Story, ein düsteres Zukunftsszenario, eine völlig neue Idee, einen erstklassigen Schreibstil...auch ich war wie gebannt und klebte an den Seiten. Und dennoch kann ich keine 5 oder gar 4 Punkte geben. Aber fangen wir von vorne an. Frau Roth kreiert mit ihrer Dystopie eine Gesellschaft die aus 5 Fraktionen bestehen. Den Ferox (die Mutigen), Amite (den Freundlichen), Alturan (den Selbstlosen), den Ken (die Klugen) und den Candor (den Wahrheitsliebenden). Jeder Jugendliche der zunächst in eine der 5 Fraktionen geboren wurde, muss sich mit 16 Jahren entscheiden, zu welcher Fraktionen er sein Leben lang gehören möchte. Hauptprotagonist ist Beatrice, eine Altruan, die sich entscheidet einer anderen Fraktion anzugehören, wobei sie eigentlich eine Unbestimmte ist, was bedeutet das man sie aufgrund ihrer Eigenschaften nicht wirklich einer Lebensform zuordnen kann. Tris schließt sich also den wagemutigen Ferox an und gerät dort neben der harten Ausbildung zwischen die Fronten und kämpft zum Ende hin schließlich um ihr Leben und das von vielen anderen. Dies ist ein Romanplot der neugierig macht und eigentlich genau meinen Geschmack getroffen hat. Aber die Quintessenz und die Botschaft bis hin zur Charakterentwicklung der Hauptfigur hat mich einfach nur geschockt. In diesem Roman wird geprügelt, verdroschen, mit Messern um sich geworfen, hintergangen und vieles mehr. Da dies ein Jugendbuch ist, fand ich diese Entwicklung zuweilen sehr bedenklich. Da gehört es zum Beispiel zur Mutprobe aller Ferox in fahrende Züge zu springen und von ihnen wieder auf Hochhäuser- wie unlogisch und unrealistisch ist das denn? Das ist nicht mutig, das ist sau dämlich. Die Ferox müssten sich meiner Meinung nach, so nach und nach selbst ausradieren. Selbst die Initiation die alle Ferox-Neulinge unterlaufen müssen, besteht darin sich gegenseitig zu verprügeln. Was bitte schön, soll der junge Leser aus diesem Buch bitte mit nehmen? Das es in Ordnung ist andere zu schlagen, um selbst der Beste zu sein? Das es in Ordnung ist, nachtragend zu sein- wird so Gewalt nicht immer weiter geschürt? Selbst die Liebesgeschichte fand ich eher an den Haaren herbei gezogen. Anscheinend kann man sich auch in Männer verlieben, die einen fast das Ohr abschneiden. Wenn mein Freund mich zum Bluten bringen würde, wäre ich über alle Berge! Oder sehe ich das alles zu eng? Zudem fand ich teilweise, das mir die Stadt und die gesamte Umgebung nicht gut genug beschrieben wurde. Ich hatte mehrmals absolut kein Bild im Kopf, wenn von dem Hauptsitz der Ferox geschrieben wurde. So ein oder zwei kleinere Details hätten mich schon gefreut, so blieb die Umgebung mehr als blass. Ich finde das das Potential, welches in dieser Geschichte steckte, nicht wirklich schön herüber gebracht wurde. Und wenn man sich durch dieses ganze Gemetzel liest und am Ende steht in der Danksagung an erster Stelle Gott und Jesus, dann ist der Leser erst recht verwirrt und wie vor den Kopf gestoßen. Wer könnte den ahnen das eine Gottesfürchtige Autorin solche Lehren in ihr Buch packt? Ich gebe daher für den Schreibstil und der Idee glorreiche 5 Punkte und für die Umsetzung und die Quintessenz (hau drauf, schlage allen die Birne ein, sie tun es ja auch mit dir) 1 Stern. Macht summa sumarum 3 Sterne für die Bestimmung.

Dark Canopy

Dark Canopy - Jennifer Benkau Der Feind in meinem Bett Dark Canopy konnte mich in jeder Hinsicht begeistern. Einmal angefangen, zog es mich in seinen Bann und ich klebte förmlich am geschriebenen Wort. Frau Benkau erschafft ein düsteres Zukunftsszenario. Die Percent- ursprünglich eine von Menschen gezüchtete Rache, haben die Weltherrschaft an sich gerissen und unterdrücken seitdem alle Menschen. Die Percents haben viele beziehungsweise bessere Eigenschaften als die Menschen, wie schnelle Reflexe und halten die Welt durch "Dark Canopy" ständig in der Dunkelheit, da sie gegen das Sonnenlicht empfindlich sind. Joy, eine menschliche Rebellin wird bei einer Rettungsaktion von eben jenem Feind gefangen genommen und wird fortan an Neél als "Soldat" trainiert. Mit der Zeit muss sie jedoch feststellen, dass sich selbst unter den Feinden Menschlichkeit finden lässt.... Was für mich erst mal besonders positiv hervorzuheben ist, ist das die Liebesgeschichte die sich zwischen Joy und Neél entspinnt, nie erdrückend wirkt, weil sie von der Autorin zu viel Raum erhalten hat, oder dergleichen. Diese Liebesbeziehung braucht zunächst sehr lange in ihrer Entwicklung- wirkt dadurch für mich absolut stimmig und spielt im gesamten Romanplott eine eher untergeordnete Rolle. Viel wichtiger in diesem Roman sind die Zukunftsszenarien die die Autorin dem Leser offenbart. Es herrschte der dritte Weltkrieg- allein das beginnende Zitat von Albert Einstein führt einen stimmungsvoll in die düstere, dichte Atmosphäre ein. Das gesamte Buch, die gesamte Umgebung und auch seine Charaktere wirken sehr düster, speziell, geheimnisvoll und einfach genial. Allen voran die menschliche Hauptprotagonistin Joy- ein sehr eigenwilliges, burschikoses Mädchen. Sie wirkt sehr spröde und fest gefahren in ihren Ansichten und es ist eine wahre Freude sie nach und nach "auftauen" zu sehen- was nicht letzten Endes an dem Percent Neél liegt. Mir hat besonders gut gefallen, dass es Charaktere gab, die sehr vielschichtig waren. Hier gibt es kein schwarz und weiß denken. Jede Person im Buch hat ihre Gründe, die nachvollziehbar waren. Es gibt wirklich nichts an dieser Dystopie was mich gestört hatte. Ich war absolut beeindruckt von der düsteren Atmosphäre und begeistert vom geschriebenen Wort der Autorin. Dark Canopy ist der erste Teil von insgesamt zwei Bänden und ich muss wohl nicht hervorheben, wie gespannt ich auf die Fortsetzung bin- so ist das Ende doch relativ erschütternd und lässt einen aufschreien nach mehr, mehr, mehr….

Das Land der verlorenen Träume: Roman

Das Land der verlorenen Träume: Roman - Caragh O'Brien Vom Regen in die Traufe Nachdem ich vom ersten Band "Das Land der verschwundenen Kinder" so begeistert war, war klar, dass ich unbedingt auch die Fortsetzung "Das Land der verlorenen Träume" lesen möchte. Wobei dies eine Fortsetzung der ganz anderen Art ist. Um es gleich vorweg zu nehmen: wer eine Geschichte erwartet die sich wieder mit der Enklave und seiner Gesellschaft befasst, der kann von diesem Roman nur enttäuscht werden. Denn in der Fortsetzung muss Gaia mit ganz anderen Konflikten und einer neuen Gesellschaftsform umgehen. Wer sich darauf einlassen kann, der wird wieder mal dem Zauber, den die Autorin spinnt erliegen- genau wie ich. Der zweite Band setzt also genau da ein wo der erste aufhört. Gaia befindet sich mit ihrer Schwester im Ödland auf der Flucht vor der Enklave. Leon musste sie zurück lassen und selbst liegt sie mehr oder weniger im Sterben. Da wird sie von einem unbekannten gerettet, der sie mit in sein Dorf "Sylum" nimmt. Dort ist alles ganz anders: die Frauen haben die Macht, die Männer absolut kein Stimmrecht und generell ist das Verhältnis Frau zu Mann sehr unausgewogen. "Regiert" wird das Ganze von der Martarch, mit der nicht gut Kirschen essen ist. Es entstehen also viele neue Konflikte und Gaia muss zunächst zusehen, wie sie mit den neuen Leuten und der neuen Gesellschaft zurechtkommt. In gewohnt hoher Qualität beschreibt die Autorin die neue Umgebung. Ich war nach zwei Seiten schon wieder sofort gefesselt und habe das komplette Buch in nur zwei Tagen verschlungen- es gestaltete sich für mich also als wahrer Pageturner- exakt wie der erste Band. Viele neue Charaktere werden eingeführt und auch Gaia wird zum Spielball der neuen Politik in Sylum. Sie darf zwar fortan wieder als Hebamme arbeiten, aber ansonsten wird sie sehr unterdrückt in ihrer Meinung, was sogar so weit geht, das ihr Wille gebrochen wird. Gaia trifft auch auf viele junge Männer, zu denen sie sich teilweise doch recht hingezogen fühlt. Das war mir mitunter schon etwas zu viel. Kein Mädchen schwärmt für drei Jungs gleichzeitig! Ich jedenfalls nicht. Zudem kam es mir etwas unrealistisch vor, das so viele auf Gaia standen, so weiß man doch aus dem ersten Band das sie im Gesicht durch eine grobe Narbe doch recht entstellt ist. Na gut, das kann an dem Frauenmangel in Sylum liegen und sollte mich weiter nicht stören. Auch einige Handlungsweisen von Gaia waren für mich als Leserin nicht wirklich nachvollziehbar. Sie hat sich eine Unmenge an Steinen in den Weg gelegt, die eigentlich nicht hätten sein müssen, aber so natürlich die Spannung aufrechterhielten, nach dem Motto: ja kriegen sie sich denn nun, oder nicht. Da dies der Mittelteil einer Trilogie ist, fand ich es umso erbaulicher, dass am Ende des Romans kein großer, schockierender Cliffhanger wartete, sondern ein abgerundetes Ende. Nichts ist schlimmer als gewollte Spannung im letzten Satz eines Romans! Nach diesem Teil weiß ich jedoch, dass ich unbedingt auch den letzten Band lesen möchte! Ich kann diese Trilogie eigentlich wirklich jedem weiter empfehlen.

Nathalie küsst: Roman

Nathalie küsst: Roman - David Foenkinos Und verwirrt auf poetischen Niveau Natalie küsst ist ein Roman der etwas anderen Art. Von vielen hoch um jubelt, wird die Geschichte dahinter sogar verfilmt. Hauptakteurin ist Natalie, eine Frau die aus heiterem Himmel ihrem Mann verliebt und in eine Lebenskrise stürzt. Nachdem sie nach einer Auszeit zurück auf Arbeit ist, muss sie sich gegen die Avancen ihres Chefs wehren und verdreht aus heiterem Himmel den Kopf von Markus und ihren eigenen, in dem sie ihn aus einer Spontanreaktion heraus küsst. Das außergewöhnlichste an diesem Buch ist wohl der Schreibstil des Autors. Mitunter grenzen die Sätze an reinste Poesie und man muss mehrmals inne halten, um sich die Sätze mehrmals durch zu lesen. Dabei geht keineswegs der Sinn verloren- mir hat dieser Schreibstil sehr gut gefallen. Mitunter werden die Abschnitte durch Songtexte, Wikipediaartikel, Sätze oder Zitate aus anderen Romanen untermauert. Auch das fand ich sehr gelungen, so passte es doch stimmig in die Grundstimmung des Buches. Dennoch hatte ich in dem Roman meine Schwierigkeiten mit den Hauptpersonen. Natalie ist sehr widersprüchlich. Sie ist so widersprüchlich das sie sich des Öfteren im Buch über sich selbst wundert. Man weiß als Leser nie woran man bei ihr ist, was als nächstes kommt. Das mag einerseits für Spannung sorgen, andererseits verhindert es, dass man sich als Leser mit der Hauptfigur identifizieren kann. So liest man von dieser Person und bleibt dabei total emotionslos, was bei einem Liebesroman meiner Meinung nach nicht der Fall sein sollte. Auch ihr Gegenpart Markus wirkt sehr surreal. Er scheint wirklich hässlich und unscheinbar zu sein, hat das Herz aber auf dem rechten Fleck. Er weint ungeheuerlich viel und jeder, auch der Leser fragt sich, was Natalie nun an Markus finden mag. Auch er streut mitunter komische Sätze ein, die beim Leser nicht mehr als ein Stirnrunzeln hinterlassen. Alle diese Punkte ließen mich letzten Endes, obwohl ich zwischen 3 und 4 Sternen hin und her gerissen war, doch zu 3 Sternen tendieren. Der ein oder andere wird sicherlich dieses Buch lieben, ich konnte zeitweilen damit leider nicht viel anfangen. Mein Fazit daher: Man kann es mal lesen, muss es aber nicht wirklich. Zumindest sollte man nicht das erwarten, was die Klappentexte so anpreisen- das kann nach hinten losgehen.

Vampire Academy 3: Schattenträume

Schattenträume  - Richelle Mead, Michaela Link Vampire Academy 3 Das war er nun, der nun mehr dritte Band der Academy Reihe rund um Rose, Lissa, Dimitri und Co. In einer gewohnt hohen Qualität erzählt die Autorin ihre Geschichte und der Leser hängt wie gebannt an den Seiten. In diesem Roman muss Rose ein Praktikum absolvieren, um sich als potentielle Wächterin zu beweisen, um ihren finalen Abschluss zu machen. Doch es läuft nicht alles rund in diesem Praktikum und schon gar nicht für Rose. Seit sie im zweiten Band die 2 Strigoi getötet hat, wird sie von düsteren Gedanken befallen und sieht zu allem Überfluss auch noch Geister (in Form von Mason). Lissa nimmt ihre Übungen mit ihrer Magie wieder auf und auch zwischen Dimitri und Rose kommt es wieder zu diversen Annäherungsversuchen. Auch dieser dritte Band konnte mich wie die anderen zwei wieder vollends überzeugen und mich immer noch als Leser an der Akademie halten. Es ist einfach phantastisch das sich die Figuren auch mit fortschreitender Handlung und Bänden immer weiter entwickeln und nicht einfach stagnieren, wie in so vielen anderen Buchreihen. Rose wird als Hauptfigur immer Facettenreicher und selbst Nebenfiguren werden immer weiter ausgebaut. Selbst Christian- ein persönlicher Liebling von mir, bekommt immer ausgereiftere Züge. Sehr gut gefallen mir die vielen Wendungen die sich durch die ganze Reihe ziehen und mich als Leser doch immer sehr überraschen, weil ich nie im Vorfeld wusste, das sich die Autorin mitunter für solch drastische Wege entscheidet. Die Liebesgeschichte zwischen Dimitri und Rose ließ zuweilen mein Herz höher schlagen, so bibbert und bangt man nun mehr seit dem ersten Buch mit den beiden und hofft doch inständig das sie sich langsam mal kriegen. Selbst für eindeutig Spannung und Gemetzel ist gesorgt und gerade der Schluss und somit der Showdown haben es regelrecht in sich. Spätestens auf den letzten 100 Seiten konnte ich das Buch partout nicht mehr aus der Hand legen und gab nicht eher Ruhe bis es durch gelesen war. Dennoch fand ich den dritten Teil nicht ganz so gut wie den zweiten und vergebe an dieser Stelle für den doch sehr traurigen Band "nur" 4 Sterne. Mir waren die eingestreuten Erklärungen zuweilen doch zu viel. Jeder der eine Romanreihe liest, wird sicherlich in der chronologischen Reihenfolge lesen, die meisten Details sollten daher schon bekannt sein und nicht in jedem Buch wieder aufs Neue breit getreten werden. Daher gibt es einen Punkt Abzug für den ansonsten wieder hervorragenden dritten Academy Band! Ich beginne die Reihe wirklich ernsthaft zu lieben...

Vampire Academy 2: Blaues Blut

Blaues Blut  - Richelle Mead, Michaela Link Vanpire Acadeny 2 Nachdem ich so gefesselt vom ersten Teil war, musste ich gleich im Anschluss den zweiten "Blaues Blut" konsumieren. In gewohnt flüssiger Schreibweise kreiiert die Autorin aufs neue ihre Vampirwelt rund um die Akademie und die zwei Freundinnen Lissa und Rose. Der Band setzt thematisch genau da ein, wo der andere aufgehört hat. Besonders gut fand ich den Prolog, der nochmal alle wichitgen Details aus dem ersten Band erklärt, ohne dabei langweilig zu werden (für die die den ersten vor kurzem gelesen haben). In diesem Roman steht die Gefühlswelt von Rose auf dem Kopf. Nachdem sie sich im ersten Band Hals über Kopf in ihren älteren Mentor Dimitri verliebt hatte, beide aber beschlossen haben, das ene Liebesbeziehung auswegslos sei, ist sie immer noch Single- aber immer noch nicht glücklicher. Als auf einmal Tasha auftaut und Dimitir eindeutige Avancen macht, wird Rose immer saurer. Zudem wäre da noch ihr Freund Mason, der sie anhimmelt und mit dem sie sicherlich ein angenehmes Leben hätte. Mit Lissa kann sie kaum plaudern, da diese voll und ganz in ihrer Beziehung zu Christian aufgeht. Nachdem auf einmal mehrere Anschläge auf königliche Vampirfamilien durch Strogoi stattfinden und alle in großer Gefahr schweben, nimmt das Geschehen und damit die spannende Handlung ihren Lauf. Wie man sieht, passiert unheimlich viel in diesem Buch. Die Charaktere entwickeln sich weiter- allen voran Rose. Immer noch aufbrausend und großmäulig, lernt sie sich mehr und mehr zu beherrschen. Das Band zwischen Lissa und Rose existiert zwar immer noch, nimmt jedoch nicht mehr so großen Erzählraum in diesem Roman ein. Es geht primär um Rose und ihrem verkorksten Liebesleben. Auch wenn sie zwischen zwei Männern hin und her gerissen ist, hat es die Autorin geschafft immer realisitisch zu gestalten. Es wirkt an keine Stelle gekünstelt. Natürlich treten auch neue Figuren auf den Plan, wie die Mutter von Rose und Adrian. Beide neue Figuren haben so ihre Eigenheiten und machen das Leben von Rose zusätzlich schwer. Ich habe an diesem Roman nichts finden können, was mich gestört hätte. Es war ein reines Lesevergnügen die Seiten zu lesen und somit habe ich das Buch in einem gelesen- innerhalb eines Tages. Und wie immer hat es mich so gefesselt, dass ich sofort den dritten Band "Schattenträume" begonnen habe!

Vampire Academy 1: Blutsschwestern

Blutsschwestern  - Richelle Mead, Michaela Link Vampire Academy 1 Schon viel gutes habe ich über diese Reihe gehört und da ich dem Vampir-Genre ab und an recht zugetan bin, wollte ich mich nun auch mal in die Akademie begeben und fing also an, den ersten von insgesamt 6 Bänden zu lesen. In Blutsschwestern geht es nun um Lissa (Moroi) und Rose (ihre Wächterin). Rose und Lissa waren von der Akademie ausgerissen- warum, erfährt man erst nach und nach im Verlauf der Handlung. Die Geschichte an sich setzt jedoch dort ein, wo die Beiden von Wächterin wieder zurück gebracht werden. Zurück an der Akademie hat vor allem die Hauptprotagonistin Rose kein leichtes Leben. Um sich auf ihren Job als Wächterin vorzubereiten muss sie viele extra Stunden in Kampfessübungen bei Dimitri absolvieren. Als immer mehr Anschläge auf Lissa, ihrem Schützling und zugleich beste Freundin verübt werden, setzt Rose alles daran um sie zu beschützen und sucht Rat bei Dimitri- dem sie immer mehr zugeneigt ist. Sicherlich ist Vampire Academy keine hochtrabende Literatur, sondern viel mehr ein Jugendbuch aus dem Fantasygenre, ich habe es aber trotzdem nur so verschlungen. Die kleine Welt die Frau Mead aufbaut, ist einfach gut durchdacht. Neben einigen altbekannten Tatsachen, die man auch aus anderen Büchern zum Thema Vampiren kennt, hat sich die Autorin auch viele neue Gimmigs einfallen lassen, die das Lesen bereichern. Die Geschichte hat in jedem Punkt für mich funktioniert und ich wurde regelrecht infiziert mit dem Academy Wahn und musste mir, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, gleich den Nachfolge Band "Blaues Blut" aneignen. Die Autorin schafft es glänzend Spannung zu erzeugen. Besonders die kleine Liebesgeschichte, die sich zwischen Dimitri und Rose ereignet, hat mir sehr gut gefallen. Hier passiert mitunter alles so langsam, das es zum Haare aus raufen ist- ich gestehe, ich habe es einmal nicht ausgehalten und musste vorlesen. Aber mir gefallen langsam erzählte Romanzen bei weitem besser, als wenn sich die zwei Akteure sofort mit Haut und Haaren verschlingen. Auch das erwähnte Band, welches zwischen Rose und Lissa existiert, wurde sehr gut herüber gebracht. Die vielen Nebencharaktere wirken auch recht plastisch und es wird wohl für jeden Leser etwas bzw. jemand von Interesse dabei sein. Einzig allein einen Stern ziehe ich ab, weil ich einige Textpassagen doch recht langwierig fand und ich manchmal nicht das Gefühl hatte, zum Punkt zu kommen. Dennoch konnte mich Blutsschwestern überzeugen und ich kann bewusst sagen: ich bin gefesselt von Vampire Academy- hoffen wir das der zweite Band zumindest ähnlich gut sein wird, wie dieser Auftakt.

Schwesterherz: Roman

Schwesterherz - Anna Licht Roman in Email-form Ich liebe einfach diese Bücher, die ihre Geschichten in Form von Emails erzählen. Ich weiß gar nicht so genau was ich daran so mag, aber es funktioniert für mich in den meisten Fällen. Vielleicht hat es damit zu tun das man als stummer Leser eine Geschichte serviert bekommt und somit das Gefühl hat, etwas Verbotenes zu tun? Normalerweise fallen Emails ja unters Postgeheimnis. Es geht in der gesamten Emailkorrespondenz primär um die Zwillingsschwestern Charlotte und Luise. Sie haben sich sehr zerstritten, müssen sich aber nachdem sie eine E-Mail ihrer weiteren Schwester Lilly erhalten, zusammen raufen und deren Hochzeit organisieren. So wird im ersten Viertel des Buches dieser Schwesterliche Zwist näher beschrieben und zum Ende hin, werden immer mehr Begebenheit in Form von Emails besprochen. Mitunter fand ich diese Korrespondenz richtig lustig, so sind die beiden Zwillingsschwestern nicht auf den Kopf gefallen. Die eine, Charlotte ist Rechtsanwältin, hat eine Tochter und ist derzeit frustriert in ihrer Ehe. Um mal wieder den gewissen Kick zu spüren, meldet sie sich bei E-dating an und lernt Alex kennen- bereut diesen Schritt jedoch sehr bald. Luise ist Assistentin und arbeitet am Theater, lebt allein und ist ansonsten das komplette Gegenteil von Charlotte, hat aber auch ihre Probleme. Beide Charaktere fand ich richtig gelungen beschrieben und ich fand jede hatte ihre positiven, wie auch negativen Seiten. Die Charakterstudie wirkte an jeder Stelle durch dacht und ungekünstelt. Es gab auch kleine Mankos in dem Buch, wie zum Beispiel das die erwähnte Hochzeit dann mehr oder weniger unterging. Oder das einige Sachen zu vorhersehbar waren und ich meistens schon wusste was kommt. Aber irgendwie hat das nicht weiter gestört, weil der Roman an sich einfach so wundervoll geschrieben wurde. Ich konnte jederzeit an den richtigen Stellen lachen und weinen. Ich schwankte lange zwischen 4 und 5 Sternen. Vergebe letzten Endes jedoch 5 Sterne, allein weil ich den Roman gestern Abend begonnen hatte und nicht eher Ruhe geben konnte, bis ich die 250 Seiten durch hatte. Und macht das nicht letztendlich ein 5 Sterne Buch aus? Das man es nicht mehr aus der Hand legen kann? Wirklich ein zauberhafter Frauenroman.

Starters: Roman

Starters: Roman - Lissa Price Die BodyBank macht Träume wahr Hm, ich bin von diesem Buch nachdem ich es nun ausgelesen habe, doch etwas enttäuscht. Ich habe mich doch unter dieser Dystopie wesentlich mehr erhofft, so war das Thema und die damit verbundene Idee erstklassig. Es spielt in der Zukunft, wo es aufgrund eines Sporenkrieges nur noch Starters (Jugendliche) und Enders (alte Omchen und Opis) gibt. Zudem ist die Kluft zwischen arm und reich immens. Callie, die Hauptprotagonistin lebt zusammen mit ihrem Bruder und einem Freund in den Straßen von Los Angeles und kämpft ums nackte Überleben, ihre Eltern sind tot. In ihrer Not, unterschreibt sie einen Vertrag bei der BodyBank, die darauf aus ist, junge Körper an reiche Enders zu vermieten. Will heißen gegen einen Batzen Geld muss Callie ihren Körper irgendeinen Mieter, den sie nicht kennt ihren Körper leihen, der daraufhin alles mit diesem anstellen kann. Callie an sich, hat in der Zeit nur das Gefühl zu schlafen. Als Callie jedoch auf einmal mitten in einem Club aufwacht, den der Mieter besucht hatte, weiß sie: es ist etwas schief gelaufen. Schnell wird klar wer in diesem Buch die Bösen (BodyBank) und die Guten sind. Fortan begleiten wir Callie nach dem Rätsel, was eigentlich bei ihrem Auftrag schief gelaufen ist und was der Mieter (Oma Helena) mit ihrem Körper vorhatte. Omchen Helena hat nämlich Callies Körper nur gemietet, um einen finsteren Plan in die Tat umzusetzen. Wie bereits erwähnt, fand ich die Idee hinter diesem Roman recht prickelnd aber zeitweise hat sich der Romanplott in Richtungen entwickelt, die ich so gar nicht mögen wollte. Ein riesengroßes Manko für mich war, dass in dieser Dystopie kaum etwas über die neue Gesellschaft gesagt wurde. Es bleiben eher Fragen offen, denn sie beantwortet wurden. Die Autorin ritt dann zu sehr auf dieser Körpersache rum. Es war auch immer nur von sogenannten Sporenkriegen die Rede. Wer sie führte, ob sie in jedem Land stattfanden, so was wird alles nicht genannt, was ich sehr schade fand. Generell wurde mir der Konflikt, wenn es nur noch junge und alte Menschen gibt, viel zu wenig heraus gearbeitet. Ich fand, in diesem Roman wurde mit vollen Händen das Potential verschenkt. Die Charakterprofile fand ich auch etwas mau gestaltet. Callie blieb für mich relativ blass. Sie wurde von der BodyBank zwar aufgehübscht und war unglaublich- jetzt kommt’s- schön! Aber mehr weiß man von ihr nicht wirklich. Zudem hatte ich das Gefühl das sie mitunter völlig unlogisch agierte, was ich an dieser Stelle jedoch nicht weiter ausführen kann, sonst würde ich spoilern. Der Roman an sich war wiederrum recht flüssig geschrieben und konnte stellenweise durch recht spannende Handlungsstränge unterhalten, stellenweise jedoch auch mit Langeweile aufwarten. Das Ende fand ich dann wiederrum teilweise kitschig, teilweise überraschend gut, weil Begebenheiten eintraten, die mich verblüffen konnten. Wir haben es also hier aus meiner Sicht mit einer mittelmäßigen Dystopie zu tun, die einiges an Potential verschenkt hat. Daher vergebe ich 3 Sterne, jedoch mit leichter Tendenz nach oben. Ich gedenke trotzdem die Fortsetzung zu lesen, da ich wissen möchte, ob die genannten Mängel eventuell im zweiten Teil behoben wurden. Man kann das Buch also lesen, muss jedoch nicht.

Mr. Chartwell: Roman

Mr. Chartwell - Rebecca Hunt, Hans-Ulrich Möhring Dein ständiger Begleiter Was für ein außergewöhnliches Buch. Nachdem ich eben die letzten Zeilen gelesen habe, konnte ich meine Gefühle gar nicht so recht einordnen. Es war ein trauriges und schönes Ende zugleich. Welche Beschreibung absolut passend zum gesamten Roman ist. Alles beginnt damit, dass im Juli 1964 eine einsame Frau- Esther- ein Zimmer untervermieten möchte. Als einziger Bewerber meldet sich Mr. Chartwell- ein großer schwarzer Hund. Und da fangen sie an: die skurrilen Begebenheiten die fortan keinen Abbruch tun. Schnell wird klar das Mr. Chartwell auch eine Verbindung zu Winston Churchill hat, einen bedeutenden Politiker seiner Zeit. Der schwarze Hund, wie Churchill die Depressionen genannt hat, die ihn zeit seines Lebens das Dasein erschwerten, ist gekommen um sich bei Esther einzunisten. Mit vielen schönen Sätzen, die mitunter wirklich vor schwarzen, britischen Humor (den auch ich deutsche ausgezeichnet verstehen konnte) würzt die Autorin ihre Geschichte um Esther, Churchill und Black Pat (der Hund). Auch wenn es herrlich skurril erscheint, dass man Besuch von einem großen Hund bekommt, liest sich der gesamte Roman einfach nur plausibel. Er ist sehr gut durchdacht, man kann sich vollkommen in Esther hinein versetzen und fühlt und leidet mit ihr. Ebenso wie sie ist man zunächst einfach nur verblüfft von Black Pat, teilweise von einen warmen Gefühl beseelt wie sie und dann wieder mit Ekel. Man glaubt ja nicht wie viel Zerstörung so ein großer Hund in einem Wohnhaus anrichten kann. Alle Figuren, einschließlich der Nebenfiguren fand ich ausgezeichnet skizziert- hier wirkte niemand blass. Die Handlung plätschert stellenweise nur so dahin, ist aber von einem roten Faden durch zogen. Es war mir eine pure Lesefreude diesen Roman zu schmökern und ich bin recht froh, dass ich ihn für mich entdecken konnte, so hört man leider nicht allzu viel davon. Daher eine eindeutige 5 Sterne Leseempfehlung: lasst euch von Black Pat besuchen und schmunzelt über diesen Begleiter.

Schatten des Dschungels: Roman

Schatten des Dschungels - Katja Brandis, Hans-Peter Ziemek Jugendlicher Ökothriller Schatten des Dschungels ist in meinen Augen ein relativ besonderes Buch, so ist es doch für Jugendliche geschrieben und behandelt dabei ein sehr ernstes Thema ohne dabei zu schwerfällig zu werden. Hauptperson ist Cat. Eine deutsche die bei einer Umweltorganisation tätig ist und kleinere Aktionen zu Gunsten des Umweltschutzes organisiert. Bei einer Demonstration lernt sie dabei Falk kennen, einen weiteren Umweltaktivisten mit recht grassen Ideen und Ansichten. Mit ihm zusammen und weiteren Umweltschützern macht sie sich auf den Weg nach Guyana um den Regenwald vor Bioterroristen zu schützen. Aber als sie dort auf einmal feststellt, wie weit Falk geht um seine Ideale zu vertreten kommt sie nicht mit damit klar und sie muss sich entscheiden. Recht spannend erzählt das Autorenduo die Geschichte und schafft es dabei viele nützliche Informationen locker leicht verpackt dem Jugendlichen näher zu bringen. Aufgrund der Thematik finde ich, dass dieses Buch auch unbedingt etwas für Erwachsene sein könnte, da den Umweltschutz wohl jeden angeht. Da der Roman im Jahre 2025 und damit in der Zukunft spielt, gibt es viele kleine Kommentare im Buch die die Zukunftversion untermauern und ich fand die Ideen teilweise recht interessant und realistisch. Da wäre zum Beispiel das Glitzertatoo, Prominente Schauspieler, die heute im Jahre 2012 noch Kinder sind, aber durchaus in der Zukunft bekannter sein könnten ala Shawn Preston Spears. Und vieles mehr. Lange Zeit schwankte ich bei diesem Roman zwischen 3 und 4 Sternen. 4 Sternen ganz klar durch die Idee und 3 Sterne weil ich am Anfang doch recht heftige Probleme mit dem Schreibstil hatte und etwas lange brauchte um mich an diesen zu gewöhnen und dann in die Geschichte zu finden. Teilweise kamen mir die Sätze zu abgehackt vor, mehrmals musste ich einige zweimal lesen, aber das kann nur mein Empfinden sein. Die Charaktere fand ich allesamt ganz plastisch dargestellt und hatte bei jeder Figur ein Bild vor Kopf. Was ich etwas unrealistisch fand, war die Fluch von Cat durch den Regenwald. Das kam mir irgendwie zu einfach vor, hier hätte man wohl noch gerne mehr ausschweifen können. Da mir das Ende jedoch wieder richtig gut gefallen hatte, runde ich nun doch auf 4 Sterne auf und spreche eine Leseempfehlung aus. Man sollte sich vor diesem Thema nicht verschließen und sich eventuell animiert führen etwas für seine Umwelt zu tun.

Von der Nacht verzaubert

Von der Nacht verzaubert (Die for Me #1) - Ulrike Brauns, Amy Plum Keine Zauberei für mich Was so einen schönen Titel hat, eine so interessante Inhaltsangabe und dann auch noch so eine schöne Aufmachung, kann nur einen perfekten Inhalt haben, dacht ich mir. Leider weit gefehlt. Je weiter ich gelesen habe und so mehr machte sich ein Gefühl von Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Langeweile breit. Die Geschichte und um Kate, die ihre Eltern verloren hat und fortan bei ihren Großeltern in Paris liebt und den schönen Renevant Vincent begann noch recht viel versprechend. Die Figuren wurden nacheinander eingeführt und die Atmosphäre rund um den Schauplatz Paris war erfrischend anders. Leider verblasste das alles ziemlich schnell hinter dem ganzen Geseiere der Liebesbezeugungen von Kate zu Vincent und anders herum. Ständig wurden Komplimente ausgetauscht, Gefühle detailliert besprochen. Und als Vincent das Adjektiv gottgleich bekam, war es bei mir endgültig aus. Die ganze Geschichte drehte sich eigentlich nur um die beiden Figuren und mir ist bis jetzt noch nicht ganz klar, wie es die Autorin geschafft hat, bei den großen Raum, die sie für die Liebesgeschichte genommen hat, dann solch blasse und farblose, ja gähnend langweilige Figuren zu umschreiben? Kate wirkte mit ihren nun doch schon 17 Jahren wie ein pubertierendes Gör, dass ständig von Eifersucht geplagt wurde. Die erste Liebe ist ja schön und gut und dennoch sollte man auch als Autorin etwas näher an der Realität bleiben, oder etwa nicht? Sicherlich wartet auch dieser Romantasyroman wieder mit einer etwas neuen Idee, der der Renevants auf, so sind es doch lebende Untote, gerne indirekt auch Zombies genannt, aber selbst das konnte mich nicht von dem Herzschmerz und Geschleime ablenken, das ich auf jeder Seite lesen durfte. Es gab keine richtige Handlung (wenn man das gegenseitige Anhimmeln nicht als Handlung ansehen kann) und der kleine Showdown zum Ende konnte es dann auch nicht wieder gut machen. Mir war klar, wie der Bösewicht tickt, was er vorhat, was Geschehen wird und so weiter. Bei diesem Roman hat mich eigentlich so ziemlich alles aufgeregt, was einen stören konnte. Ich bin mir sicher, der ein oder andere der sehr gerne Romantasy liest oder generell noch wenig bis kaum Erfahrungen in diesem Bereich hat, wird das Buch ganz in Ordnung finden, vielleicht sogar lieben. Wenn man aber, so wie ich mit diesem Genre vertraut ist, stellt man fest das nur altbackende Klischees bedient werden, alles schon mal da gewesen ist und sich die Geschichte daher als sehr zäh und klebrig süß wie Kaugummi zieht. 2 Sterne habe ich dann letzten Endes noch wegen des Covers gegeben und weil mir die Idee der Renevants eigentlich gefiel. Da dies ein Auftakt zur Trilogie ist, weiß ich schon jetzt, ich werde definitiv nicht weiter auf diesen alten Kaugummi rum kauen und ihn daher in die nächste Tonne spucken. Fazit: Sicherlich ein toller Roman für Romantasyfans, alle anderen, die so was schon zur Genüge gelesen haben: lasst die Finger davon oder bildet euch eure eigene Meinung. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden…

Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten

Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten  - Laini Taylor, Christine Strüh, Anna Julia Strüh Ich wünsche nicht- ich hoffe! Oh mein Gott was für ein phantastisches Buch! Ich kam gar nicht mehr los von der Geschichte, so hielt sie mich doch einen ganzen Tag lang in ihrem Bann- bis das Buch ausgelesen war. Karou, eine Kunststudentin in Prag ist ein ganz besonderes Mädchen. Sie hat zur Familie 4 Chimären (halb Mensch, halb Tier) und muss für Brimestone ihrem Quasi-Ziehvater regelmäßig Aufträge erfüllen. So reist sie durch Portale in unterschiedliche Länder und treibt von Händlern Zähne ein, um sie Brimestone zu bringen. Was er damit macht, weiß sie nicht, er belohnt sie jedoch mit kleinen Murmeln, mit denen sie sich die verschiedensten Dinge wünsche kann. Als auf einmal Seraphim auftauchen und die verschiedenen Portale auf der ganzen Welt mit Handabdrücken brandmarken und Karou aus der Welt der Chimären durch ihre Neugier verstoßen wird, sucht sie fortan eine Möglichkeit zu ihrer Familie zurück zu finden. Diese Geschichte beinhaltete für mich so unglaublich viele neue Fantasyelemente dass es für mich einfach eine Freude war den Roman zu lesen. Die Charaktere die in diesem Buch auftreten sind alle absolut einzigartig und unglaublich gut skizziert. Allen voran natürlich Akiva, dem Engel, der die Welt von Karou durcheinander bringt, so ist er doch eigentlich der Feind. Es ist klar dass sich hier eine kleine Liebesgeschichte entspinnt, die kunstvoll in Szene gesetzt wurde und mich in jeder Sekunde überzeugen konnte. Die Hauptfigur der Karou ist auch einzigartig. Sie hat blaue Haare, ein lustiges Gemüt, wird aber von einer tiefen Leere erfasst. Wieso das so ist, wird natürlich erst im Verlauf der weiteren Handlung klar und passt super ins Bild. Eine Nebenfigur, die mir sehr ans Herz gewachsen ist, ist Brimestone. Ein Chimär, der sich um Karou kümmert und dabei immer verdrießlich wirkt. Die Sprache der Autorin fand ich auch sehr flüssig. Mitunter hat sie die dichte Atmosphäre, die sie geschaffen hat durch einen kleinen Wortwitz ihrer Charaktere etwas auflockern können und ich musste das ein oder andere Mal richtig auflachen. Auch an den richtigen Stellen konnte mich die Autorin mit ihrer Geschichte zum Weinen bringen (ich weiß jetzt nicht, ob es daran lag das ich schwanger bin und daher etwas zart beseitet, oder weil es wirklich richtig einfühlsam umgesetzt wurde- das muss jeder selbst entscheiden). Bei mir hat jedenfalls die Stimmung im Buch funktioniert. Lange habe ich überlegt was der Titel mit der Geschichte des Buches zu tun hatte. Dies wird jedoch schlüssig am Ende erklärt. Daughter of Smoke and Bones ist für mich eines jener Bücher, das mich absolut mitreißen konnte und ich nicht eher Ruhe geben konnte, bis es durch gelesen war. Ein 5 Sterne Buch mit eindeutiger Tendenz nach oben. Ich muss an dieser Stelle wohl nicht sagen, wie traurig ich war, als die letzte Seite gelesen war. So muss ich nun ungeduldig auf die Fortsetzung hoffen, die sicherlich noch lange Zeit auf sich warten lassen wird. Fazit: Wer will zu Ostern schon auf Ostereiersuche gehen, wenn er so ein Buch wie Daughter of Smoke and Bone am Wickel hat? Ich nicht! XD Wer braucht schon Eier und Geschenke? Ich lese...

Fünf

Fünf - Ursula Poznanski Thanks for the Hunt Endlich mal wieder ein intelligenter Thriller, der mich mit Spannung und Koordinaten von Leichenfundpunkten in Atem gehalten hat. Mit einer wirklich erfrischenden Idee, der des Geocaching ersinnt Frau Poznanski ein völlig neues Mörder-Polizist-Leiche Konzept. Alles fängt damit an das die Kollegen Florin und Beatrice auf einer Kuhweide eine Frauenleiche entdecken, auf deren Fußsohle Koordinaten tätowiert wurden. Diese Koordinaten führen das Polizistenduo zu einer weiteren Lokalität, bei der sie eine Plastikbox mit Leichenteilen entdecken und dem Beginn zu nächsten Rätsel. Der Mörder hat sie fortan durch die Gegend von Salzburg mit immer neuren Überraschungen. Viel mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich nicht sagen. Eine Schnitzeljagd die auf der Theorie des Geocachings beruht ist jedenfalls glanzvoll umgesetzt. Man fiebert mit Beatrice mit und knobelt die ganze Zeit darüber nach wer der Mörder ist. Besonders gelungen finde ich an diesem Thriller auch die Charakterzeichnung. Beatrice ist eine durch ihren Beruf leicht überforderte Mutter, hat zwei Kinder und einen gemeinen Exmann, mit dem sie sich nebenbei ab und an rum schlagen muss. Zudem trägt sie ein dunkles Geheimnis, an dem sie zuweilen zu zerbrechen scheint. Die Autorin hat die Figur der Beatrice also ausgezeichnet Facettenreich dargestellt und ihr die nötige Tiefe gegeben, damit sich der Leser in sie hinein versetzen kann. Auch Nebenfiguren wie Stefan, Florin und potentielle Opfer werden sehr anschaulich umschrieben- hier bleibt keiner blass und farblos. Für alle die bisher von dem Begriff "Geocaching" noch nie gehört haben, sollte dieses Buch auch kein Problem darstellen, denn Beatrice hatte damit vorher auch nichts am Hut und man wird sehr stimmig an die ganze Materie herangeführt und sollte spätestens nach der Lektüre alles darüber wissen und es eventuell mal selbst versuchen. Zudem muss ich noch mal mein Lob aussprechen, wie die Autorin es geschafft hat, mich die ganze Zeit absolut an der Nase herum zu führen. Ich dachte schon früh zeitig an den potentiellen Mörder und es schien soweit alles zu stimmen. Frau Poznanski hinterlässt also gekonnt viele falsche Fährten und ich hätte nie gedacht, das es am Ende dann diese Person war, die es letztendlich war. Das Ende und die gesamte Machart der Auflösung und die Konsequenzen die daraus gezogen wurden, fand ich auch äußerst interessant und stimmig. Es gibt rein gar nichts an diesem Thriller auszusetzen. Er garantiert Spannung, detaillierte Figuren, den richtigen Schuss Nervenkitzel und einen Hang zur Natur. Daher kann ich guten Gewissens die volle Sternenzahl geben und spreche eine eindeutige Leseempfehlung aus. Und irgendwie juckt es mich nun auch in den Fingern mich auf die Suche nach einem Cache zu begeben. In diesem Sinne: Thanks for the Caches!

Die Mechanik des Himmels

Die Mechanik des Himmels - Tom Bullough, Thomas Melle Lebensweg des "Erfinder" der Raumfahrt Ich gebe zu, von "Die Mechanik des Himmels" hatte ich mir doch etwas mehr erhofft. Wir begleiten in dem Buch Kostja Ziolkowski durch mehrere Etappen seines Lebens. Es ist der Sohn einer verarmten Adelsfamilie, erkrankt an Scharlach und ist nach überstandener Krankheit schwer hörig. Aber schon in jungen Jahren erfindet er Dinge, wie das Höhrrohr. Er begeistert sich für Mathematik und besonders die Sterne und das Weltraum haben es ihm angetan. Tom Bullough hat es geschafft einen unheimlich dichten, atmosphärischen Roman zu schreiben, der mitunter mit richtig schönen Satzkonstruktionen aufweisen kann. Dennoch hat er nicht immer den Spagat zwischen eindrucksvollen Schreiben und einer packenden Geschichte geschafft. Viel zu oft, fühlte ich mich gelangweilt vom Geschehen und somit natürlich vom Buch. Die Kapitel umfassen immer einen Monat in einem Jahr und in den 4 größeren Abschnitten vergehen immer mehrere Jahre ins Land. Die Figuren an sich wirkten mir mitunter eindeutig zu flach. Ich weiß bis jetzt noch nicht so recht wie Kostja aussieht. Nur sein Erfindungsdrang und seine Überlegungen zur Raumfahrt sind mir im Gedächtnis geblieben. Seine Eltern, seine Ehefrau die im Roman vorkommen sind eher nettes Beiwerk. Alles in allem kam mir zudem die "Mechanik des Himmels" viel zu kurz. Ich hätte mir viel mehr solcher Überlegungen, wie sie erst im letzten Drittel des Buches geschrieben wurden gewünscht. So bekommt man zunächst als Leser eher ein Gefühl für das frühe, ärmliche Russland. Was zwar auch dem einen oder anderen sehr interessant erscheinen mag, nur derjenige der sich das Buch zulegt, um wirklich mehr über die Mechanik oder des Erfinders zu lesen, der wird hier etwas enttäuscht. Ich gebe zu, ich war bei gefühlten 2 Sternen. Aber gerade die letzten 10 Seiten fand ich wieder so packend und irgendwie stimmig, dass ich mit dem gesamten Buch wieder versöhnt wurde und doch noch solide 3 Sterne geben kann. Ich hätte mir gern eine Fortsetzung dieser 10 Seiten gewünscht.