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ayanea

Bookparadies

Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich!

Biologieunterricht mal anders

Wen küss ich und wenn ja, wie viele? - Mara Andeck

Wen küss ich und wenn ja wie viele? ist ein Jugendroman der mich mal wieder rundherum begeistern konnte.
Es geht darin um die Erfahrungen von Lilia, die sich so ihre Gedanken um das Balzgehabe aus dem Tierreich macht und versucht diese auf ihr eigenes Liebesleben anzuwenden. Das ganze ist dann auch noch im Tagebuchstil geschrieben und könnte humorvoller nicht sein.

Lilia ist einfach eine goldige Hauptfigur. Ich konnte richtig mit ihr Lachen und mich mit ihr schämen, wenn sie mal wieder in eines der vielen Fettnäpfchen getreten ist. Ihre ganze Familie wurde herrlich humorvoll skizziert und ihre kleine Schwester Rosine konnte mich zuweilen auch richtig rühren. Jede einzelne Figur hatte ihre ganz speziellen Eigenarten.

Unterbrochen werden die Tagebucheinträge von Emails die ihr bester Freund Tom an dessen besten Kumpel Felix schreibt und man als Leser somit von Dingen erfährt, die der Hauptfigur unbekannt sind. Das bringt nochmal zusätzlich Würze in die ganze Handlung. Denn Tom hat sich in Lilia verliebt, traut sich aber nicht es ihr zu gestehen. Denn diese wiederum hat nur noch Augen für den Macho der Schule: Jakob.

Sicherlich waren einige Geschehnisse allzu vorhersehbar, aber dennoch war es mir eine Freude dieses Buch zu lesen. Ich habe selten so viel und laut auflachen müssen, wie ich es hier getan habe. Das Ende des Romans konnte mich dann doch noch ein klein wenig überraschen und ich bin richtig froh, dass die Autorin bereits an einer Fortsetzung arbeitet.
Noch nie war ein wissenschaftliches Thema aus der Biologie (Balzgehabe aus dem Tierreich) so herrlich und humoristisch umgesetzt wie in diesem Buch.

Meine Empfehlung lautet daher: lasst euch von dem Biologieunterricht der etwas anderen Art den Kopf verdrehen und genießt die kleinen und vor allem größeren Katastrophen einer so zauberhaften Hauptprotagonistin! Volle, begeisterte 5 Sterne.

Ein ganzer Sommer

Mit dir an meiner Seite - Nicholas Sparks


Nicholas Sparks nimmt uns einen ganzen Sommer lang mit in ein verschlafenes Küstenstädtchen. Dort sollen Jonah und Ronnie ihren Urlaub bei ihrem Vater verbringen, der in Trennung mit ihrer Mutter lebt. Ronnie, die Hauptfigur in diesem Roman hat alles andere als Lust dazu und macht zunächst ihrem Vater das Leben schwer und führt sich auf wie ein rebellischer Teenager.
Als sie dort jedoch den sympathischen Sonnyboy Will kennen lernt und sich in ihn verliebt, brechen glücklichere Zeiten für alle Beteiligten an.

Der Handlung dieses Romans ist also schnell erzählt und ich hing an den ersten Seiten völlig gebannt am Geschehen. Herr Sparks schreibt einfach wirklich richtig großartig, ganz schnörkellos. Zunächst werden die Begebenheiten recht profan geschildert und man hat keine Mühe als Leser sich in die Geschichte oder die Figuren einzuleben.

Mitunter fand ich das ganze Szenario zu altbacken. Sicherlich haben wir hier sehr sympathische Charaktere, für mich waren diese jedoch zu rund geschliffen. Keine Ecken und Kanten und mit jeder Menge Puderzucker darüber (der kleine Jonah war ein so dermaßen lieber Bruder- so etwas gibt es nicht! Ich weiß als Schwester wovon ich rede^^). Alle Figuren handelten stets so wie ich es erwartet habe, nicht eine Überraschung war dabei, die den Roman doch ganz gut getan hätten.
Selbst die böse Figur in dieser Geschichte war abgrundtief böse und zeigte keine anderen Gefühlsregungen. Dieses schwarz-weiß Denken und Handeln hat mir daher nicht wirklich zugesagt und ließen den Roman teilweise doch recht facettenlos und tröge erscheinen.

Das große Gefühl das in allen Nicholas Sparks Romanen auftaucht, durfte natürlich auch hier nicht fehlen und somit wurden die letzten 100 Seiten darauf verwendet nochmal kräftig auf die Tränen- und ich muss es leider so sagen- Schmalzdrüse gedrückt.
Die Figuren sehen alle sofort ihre Fehler ein, alles wendet sich zum Guten (insofern das bei einigen Personen möglich ist) und es herrscht Friede Freude Eierkuchen. Dem einen mag dies vielleicht zusagen, ich fand es doch recht langweilig.

Alles in allem ist also „Mit dir an meiner Seite“ ein richtiger Nicholas Sparks Roman. Wer diesen Autor mag, der wird auch um diesen Band nicht drum herum kommen. Oder wer eine anspruchslose Lektüre für Zwischendurch mit dem ganz großen Gefühlskino sucht, wird hier auch gut beraten sein, wer aber gerne etwas facettenreichere Charaktere oder Storyline möchte, könnte hier leicht gelangweilt werden und daher enttäuscht sein. Einfach selbst an testen.

Shades of Grey war gestern

SehnSucht - Alexa McNight

ch weiß auch nicht woher das kommt, aber in letzter Zeit hat mich eine ungemeine Lust auf Erotikromane befallen. Nachdem ich auch nun schon einige gelesen habe, kann ich ganz klar sagen, dass ich mit SehnSucht den bisher wirklich besten und abwechslungsreichsten Erotikroman in der Hand hielt.

Es geht um Muriel, die nach dem tragischen Tod ihres Mannes die Liebe meidet und nur noch die Praxis "fucking-to-go" praktiziert. Will heißen, sie hat einen One-Night-Stand nach dem anderen und möchte den jeweiligen Mann danach nie wieder sehen. Der Liebe hat sie wie gesagt erst mal abgeschworen, denn zu groß war ihr Verlust. Als sie bei einem One-night-Stand jedoch mehr oder weniger einen Mann kennen lernt und ihr dieser nicht mehr aus dem Kopf geht, gerät Muriels Welt mehr und mehr aus den Fugen.

Natürlich ist klar, dass in einem Erotikroman sehr oft die Rede von Sex ist- und nicht nur die Rede. Auf wirklich vielen Seiten wird der Leser zum stillen Beobachter und kann diese Szenen so richtig genießen. Denn keine gleicht der anderen. Wirklich sehr viele Frauenträume wurden in diesem Buch bedient und ich musste mehrmals inne halten, um erst mal einen Schluck kaltes Wasser zu nehmen. Auch habe ich mich dabei ertappt einige Passagen mehr als einmal zu lesen, einfach weil sie mir so gefielen. Wirklich keine geheime Phantasie meinerseits fand keine Benennung. Und so blätterte ich Seite um Seite um und in mir entwickelte sich selbst eine Sehnsucht. Eine Sehnsucht nach Erfüllung.

Aber neben den wirklich kunstvollen Erotikszenen verstand es die Autorin einfach meisterhaft, dem ganzen auch noch wirklich einen Sinn zu geben- ganz im Gegensatz zum viel gerühmten Shades of Grey. Denn SehnSucht hat das woran SoG gescheitert ist: eine tiefer gehende Handlung, eine die mir sehr gefiel. Da gäbe es zum einen Muriel. Sie leidet natürlich immer noch unter dem Tod ihres Mannes und denkt oft an ihn. Der Leser erfährt immer mehr warum Muriel zu der toughen Frau wurde, die sie ist und begreift dabei doch, dass auch ein wunder Kern in ihr steckt. Absolut glaubhaft wurde der Charakter der Hauptfigur gezeichnet.
Zum anderen gibt es da ihren Chef, den kühlen, smarten Leander der mir von Anfang an wirklich sehr gut gefallen hat. Muriel wiederrum kann ihn nicht so recht leiden. Denn für sie ist Leander nichts weiter als ein tyrannischer Chef, der ständig seine schlechten Launen an ihr auslässt. Die Freundinnen von Muriel treten auch in Erscheinung, wurden jedoch nicht ausgefeilter geschildert. Dafür lag das Augenmerk einfach zu sehr auf die Hauptfigur und ihren Abenteuern.

Alles in allem hat mich SehnSucht wirklich absolut fesseln können und ich habe es quasi in einem Ritt durch gelesen! Ich wollte eigentlich immer weiter lesen und für meinen Geschmack war das Buch viel zu schnell vorbei. Ich weiß schon jetzt definitiv, dass ich auch ein zweites Buch von dieser Autorin lesen würde! Ich warte quasi sehnsüchtig darauf.
Und zu guter Letzt bleibt zu sagen: auch mein Freund würde diesem Buch 5 Sterne geben und das wo er es nicht mal gelesen hat ;)

Das Leiden eines Escort-Girls

SexLügen | Erotischer Roman | Band 2 - Denise Harris

Denise aka Danielle hat große Probleme. Sie und ihr Mann stehen kurz vor dem finanziellen Ruin. Um das abzuwenden, verdingt sie sich als Escort-Girl. Der Leser wird fortan stummer Beobachter bei dem Arbeitsalltag von Danielle und ihrem zerrissenen Inneren.

Ich mag es immer, wenn erotische Romane zusätzlich auch mit einer gelungenen Handlung aufwarten können. SexLügen macht dabei keine Ausnahme, denn neben den vielen erotischen Szenen dreht sich das Geschehen auch um wirklich interessante Aspekte: dem Escort-Service und der Prostitution. Die innere Zerrissenheit von Denise wird wirklich gut in Szene gesetzt und ich empfand diese als sehr glaubwürdig dargestellt.

Die Autorin nimmt den Leser zudem mit auf eine Reise durch die Zeit. Wir werden Zeuge von Denise ersten Mal und das vieler weiteren ;) Für das erotische Herz ist eigentlich alles dabei. Sei es Sex mit einer weiteren Frau, in einer Kirche, in einem Auto, in einem Pool, Golden Showers- so ziemlich keine Phantasie wird hier ausgelassen. Einige dieser Szenen waren wirklich sehr gelungen und andere fand ich - Verzeihung- einfach zu hardcore. Dabei ging es mir oftmals um den Ausdruck. Ich mag erotische Romane ab und an ganz gerne. Nur Wörter wie "Mösensaft" und dergleichen, schrecken mich eher ab. Teilweise empfand ich es sogar regelrecht als ekelhaft umschrieben und das störten meinen Lesegenuss wie man sich denken kann ungemein.

Zudem hatte ich mitunter einige Probleme mit der Hauptfigur. Schon als Teenager kam sie mir zu abgebrüht rüber. Gibt sich als kleiner Vamp weiß aber nicht, wie es aussieht, wenn ein Mann ejakuliert und fragt: was ist denn das? Ja, neh..ist klar! Diese Ungereimtheiten und einige kleine Wiedersprüche, die dem Leser auffallen (zb. in einer Szene legt sie den Slip ab und lässt ihn dort liegen, geht weiter und bei der nächsten erotische Szene wird beschrieben, wie der Slip ausgezogen wird. Irre ich mich, oder hätte der Mann da nicht ins Leere greifen müssen?) störten mich einfach zu sehr.

Irgendwann fiel mir auf, dass recht viele Hinweise auf die Vergangenheit von Denise gegeben, aber nicht weiter ausgeführt wurden. Ich bekam dann mit, dass es sich bei SexLügen um den zweiten Band handelt. Ich habe ihn also ohne Vorkenntnis des ersten gelesen und kam dennoch sehr gut mit der Handlung zurecht. Ich glaube daher, dass man nicht unbedingt vorher den ersten gelesen haben muss.

Zudem würde mich interessieren warum die Hauptfigur wie die Autorin heißt (Denise Harris). Haben wir hier einen autobiographischen Roman in der Hand? Ich weiß es nicht und fände es doch sehr ernüchternd, wenn dies so wäre.

Alles in allem ist SexLügen ein Roman, der den Leser garantiert nicht kalt lassen wird. Den ein oder anderen könnten die Umschreibungen zu vulgär sein. Lesen oder bleibenlassen ist meine daher Devise.

Ghostbusters

Anna im blutroten Kleid  - Kendare Blake, Jürgen Langowski

Engelgeschichte im Historiengewand

Die Prophezeiung der Seraphim - Mascha Vassena

Eigentlich war ich richtig neugierig auf die Prophezeiung der Seraphim. Auf ein Heldengeschwisterpaar, der großen Liebe und ja, den Engeln. Zu meiner Freude sollte sich die gesamte Geschichte im alten Frankreich zu der Zeit von Ludwig den XVI. abspielen, denn ich mag es wenn Jugendbücher mal etwas anders sind und wie in diesem Fall als historischer Fantasyroman daher kommt.
Leider wurde ich dann zusehends genervter mit fortlaufender Handlung.

Julie wird 15 und muss ausgerechnet an ihrem Geburtstag erfahren, dass ihre Welt komplett aus den Fugen gerät. Sie erfährt, dass sie ein Adoptivkind ist, einen Zwillingsbruder hat und obendrein auch noch eine Seraphim ist. Eine Prophezeiung besagt, dass nur sie den bösen Engel Cal aufhalten kann, der die Menschheit unterjochen möchte.
Als dieser seine Schergen auf Julie und ihren Bruder Ruben hetzt, fliehen diese zusammen mit dem Grafensohn Nicolas, der noch eine offene Rechnung mit seiner verhassten Mutter hat und mit Julies Jugend- und Kinderfreund Fédéric.
Sie reisen nach Mont-Saint-Michel wo sie auf Cal zu treffen hoffen und somit die Prophezeiung erfüllen wollen.

Ja und wirklich mehr passiert in diesem Roman auch nicht. Über die gesamte Länge des Romanplot sind nun diese "Helden" auf dem Weg, auf der Flucht und müssen dabei diverse Gefahren hinter sich bringen. Mehrmals dachte ich mir: laaaaangweilig. Ich hatte nicht einmal das Gefühl unbedingt wissen zu wollen wie es weiter geht, noch verspürte ich auch nur den Hauch einer Spannung. Woran liegt das? Habe ich mich ein ums andere Mal gefragt und kam nach Beendigung des Romans zu der Erkenntnis, dass dies den für mich nervigen Charakteren geschuldet ist.

Die Hauptfigur Julie, die die Fäden in der Hand hält und ihre Männer anführt konnte ich absolut nicht leiden. Das ist eigentlich immer der Todesstoß für ein Buch, wenn mir seine Hauptfigur so unsympathisch ist. Julie besaß mir nicht genug Mitgefühl, wusste irgendwie immer alles besser und alle mussten nach ihrer Pfeife tanzen. Entscheiden zwischen Nicolas und Fédéric kann sie sich auch nicht. Wo ist die versprochene große Liebe, fragte ich mich mehrmals. Finden konnte ich sie nirgends. Da wurde mal der eine toll gefunden, im nächsten Atemzug fand man dann den anderen doch nicht mehr so attraktiv und am Ende wusste sie wahrscheinlich selbst nicht mehr ein noch aus. Was bei anderen Romanen mitunter glänzend aufgeht, hinterließ hier irgendwie einen faden Beigeschmack und nervte nur noch.

Ruben, der Zwillingsbruder fällt von einem Fettnäpfchen ins nächste und zieht damit mehrfach den Unmut seiner Schwester auf sich und ärgerte dabei nicht nur sie. Dabei wünscht sich Ruben doch nichts sehnlicher als Anerkennung zu finden. Wen wundert es da, das er sich zur dunklen Seite der Macht hingezogen fühlte?!
Nicolas und Fédéric blieben für mich auch viel zu blass. Eigentlich gab es keinen Charakter mit dem ich mich identifizieren konnte, oder den ich nur in Ansätzen sympathisch fand. Doch halt! Ich mochte Songe, die Wächterkatze. Aber die hat leider zu wenig Redeanteil im Roman.

Ich wurde das Gefühl nicht los einfach noch einen unausgereiften Roman vor mir zu haben. Mitunter fragte ich mich, ob ich was überlesen hatte, weil einige Details nicht genannt wurden, aber nach Nachlesen war klar, das dem nicht so war. So fragte man sich mitunter: wo ist nun die eine Person wieder hin? Was war mit ihr passiert? Oder da starb einer und Julie verschwendet keine große Zeit um ihm hinterher zu trauern. Absolut unrealistisch, unausgegoren.

Auch das historische Gewand kam mir viel zu kurz. Bis auf ein paar kleine Satzformulierungen oder Hinweisen hatte ich nicht wirklich das Gefühl im alten Frankreich zu sein. Die Geschichte hätte sich auch in unserer heutigen Zeit ereignen können. Alle diese Aspekte ließen bei mir wahrlich keine Lesefreude aufkommen, im Gegenteil: ich war wirklich sehr froh als die letzte Seite gelesen war und ich das Kapitel beenden konnte.
Schade eigentlich. Ich bin mir sicher: wem die Figuren zu sagen, der wird sicherlich seine Freude an diesem Engelsroman haben, meins war es leider so gar nicht.

Ein Roman mit Sogwirkung

Lost in Seoul - Eine atemlose Liebe (German Edition) - anna ljubow

Nachdem ich eben Lost in Seoul beendet habe, fühlte ich mich als habe man mir einen ordentlichen Kinnhacken verpasst und ich konnte meine Empfindungen zu diesem Roman nicht so ganz in Worte fassen. Ich blieb nach dem Epilog sprachlos zurück, so nahm mich das Buch auf seinen 140 Seiten in einem wahrlichen Strudel immer weiter mit abwärts und ich kam nicht von ihm los.

Es geht darin um eine 36 Jährige Frau die ihrem Ehemann nach Korea nachreist, um dort zu wohnen. Schnell wird sie in die deutsche Community eingeführt, die aus hart arbeitenden Männern besteht und deren Ehefrauen, die sich zu Tode langweilen und ihren Alltag in Alkohol, Langweile und Drogen ertränken. Bald langweilt sich auch die Ich-Erzählerin, von der man im gesamten Roman nicht einmal den Namen erfährt. Als sie auf einer Party den Franzosen Clement kennen lernt, verfällt sie diesem immer mehr und beginnt ein Affäre- aus Leidenschaft geboren die beide nach und nach in den Abgrund stürzt.

Ich hätte nie gedacht, dass es einer Autorin gelingen kann auf nur 140 Seiten einen so gewaltigen, tief berührenden Roman zu schreiben. Aber Frau Ljubow hat es geschafft und ich kam nicht umhin mich zu fragen wie viel autobiographisches in ihm stecken mochte, so hat auch die Autorin ähnlich der Romanheldin mit ihrem Ehemann in Seoul gelebt. Diese Erfahrungen hinsichtlich des Lebens in Seoul, das Andersartig sein und das Gefühl einem völlig fremden Land gegenüber zu stehen und ja ausgeliefert zu sein, flossen sicherlich in diesem Roman mit hinein, weswegen er sehr authentisch wirkte. Oft musste ich beim Lesen auch an den Film Lost in Translation denken.

Auf den 140 Seiten passiert unglaublich viel. Zumindest hatte ich das Gefühl und mit wachsender Seitenzahl war die Leidenschaft und Anziehungskraft zwischen Clement und der Ich-Erzählerin immer greifbarer, immer verzweifelter und ich hatte das Gefühl als würden die Geschehnisse immer mehr an Tempo zunehmen. Wie gebannt hing ich an den kurzen, prägnanten Sätzen und war mehrmals schier fassungslos.

Aber das Ende, sprich der Epilog haben mich dann vollends erwischt. Aber im Nachhinein denke ich: es hätte wohl kein anderes Ende geben können, wobei die Hoffnung ja zuletzt stirbt....
Dieser Roman ist ob seiner Verzweiflung, seiner Grausamkeit einfach großartig. Man hat ihn wirklich sehr schnell gelesen und ich würde nun wirklich richtig gerne wissen: was davon ist Phantasie gewesen. Und was davon beruht auf Tatsachen? Klare Leseempfehlung für Lost in Seoul- du wirst dich in den Roman, den zwei Hauptfiguren und somit auch in Korea verlieren.

Sternensturm

Sternensturm - Kim Winter Zäh, noch zäher Mittelteil// Ok, Sternenschimmer- den ersten Band fand ich eher mittelprächtig (3 Sterne), aber weil mir damals die Idee hinter der Geschichte gefallen hat, wollte ich nun doch wissen wie es weiter geht und widmete mich nun dem zweiten Roman: Sternensturm. Auch hier überschlagen sich mal wieder die Ereignisse und die Liebe zwischen Mia und dem Loduuner Iason stehen unter keinem guten Stern (welch Wortwitz!). Als immer mehr Jugendliche verschwinden und die Befürchtungen nahe liegen, das die Stimme aus dem ersten Band wohl doch überlebt hat und des weiteren andere Wächter auf der Erde erscheinen, verliert Mia zusehends die Freude am Dasein. Und da ist er schon, der erste riesengroße Kritikpunkt des Buches: MIA! Selten habe ich so eine unausstehliche Person "erleben" dürfen wie in diesem Buch. Ist klar, dass Mia etwas leidet, weil man ihr Iason vorenthält und sie ihn nicht mehr sehen darf. Aber sie badet regelrecht im Selbstmitleid. Ist nicht ansprechbar, wiegt sich lethargisch hin und her und ist auch sonst ständig am Heulen und rum schreien. Eigentlich schlittert sie in diesem Buch von Tiefpunkt zu Tiefpunkt und ich als Leser erlebte meinen eigenen absoluten Tiefpunkt mit dieser Figur und damit dem ganzen Roman. Ein zweiter großer Kritikpunkt ist die Story an sich. Was mich im ersten Buch noch begeistern konnte wie die Kinder und die Einführung der Außerirdischen ging dies in diesem Roman gänzlich flöten. Die Kinder waren so gut wie nie da, die Entführungsgeschichte geriet zusehends in Vergessenheit und war dann nicht mehr von Bedeutung und neue eingeführte Charaktere blieben einfach blass. Bis auf Skyto- den fand ich ganz gut :) Spannung vermisste ich auf diesen langen, langen, nein echt:wirklich langen 580 Seiten auch. Schon vergessen? Es ging um die traurige Gefühlswelt von Mia. Und ich dachte eine Liebesgeschichte kann unmöglich verkitschter beschrieben werden wie im ersten Band. Aber hier wurde mir eingehend gezeigt, dass die nicht auslebbare Liebesgeschichte um ein vielfaches verkitschter und tragischer rübergebracht werden kann. Auf den letzten 100 Seiten kommt dann wieder etwas Fahrtwind/Sturm auf, aber der blieb schon wieder auf den letzten 20 Seiten auf der Strecke und entwickelte sich zum lauen Lüftchen. Es kam mir hier so vor, als wollte die Autorin nicht recht zu einem Ende finden, so wurden noch ein belangloseres Friede-Freude-Eierkuchen Szenario nach dem anderen beschrieben. Ich weiß nun: nach Sternensturm ist eindeutig Schluss. Für glühende Fans von Mia und Iason wird sicherlich auch dieser Teil die gewohnte Qualität bieten, wenn man darauf steht. Hat man jedoch den ersten Teil schon mittelprächtig gefunden, dann lasst um Gottes willen die Finger von dem Buch.

Herzklopfen auf Französisch

Herzklopfen auf Französisch - Stephanie Perkins Liebestaumel in Paris/// Herzklopfen auf Französisch ist ein richtig zauberhafter Jugendroman. Denn der Titel ist hier Programm ohne dabei gar zu verkitscht, wie viele andere Jugendbücher zu wirken. Für Anna bricht eine Welt zusammen als sie von zu Hause (Atlanta) fort geschickt wird, um auf ein Internat in Paris zu gehen. Sie fühlt sich dort alles andere als daheim und hat zunächst diverse Anpassungsschwierigkeiten, obgleich sie relativ schnell Freunde findet. Und natürlich einen Jungen- Etienne alias St. Clair. Sie werden zunächst beste Freunde, aber bald entwickelt Anna viel tiefergehende Gefühle für St. Clair als nur für einen besten Kumpel stattlich sind. Wirklich einfacher Plot, der jedoch mit überraschend viel Tiefgang zuweilen daher kommt. Es wird viel Zeit darauf verwandt das fremde Land "Frankreich" und damit die Probleme die Anna hat, vorzustellen. Das hat die Autorin in meinen Augen wirklich vortrefflich gemeistert und realitätsnah in Szene gesetzt. In Szene gesetzt wurden auch die diversen bekannten Sehenswürdigkeiten, die Etienne Anna zeigt und damit gleich dem Leser einen Einblick ins touristische Paris gibt. Die Freunde die Anna kennenlernt sind ebenfalls sehr gut skizziert. Da wäre Mer, die ebenfalls in St. Clair verliebt ist (er ist nämlich everybody`s darling) und Josh und Rashmi, die ein Paar sind. Diese 4 Freunde unternehmen sehr viel miteinander und auch auf Etiennes Seite scheint bald viel mehr als nur Freundschaft für Anna da zu sein, nur er hat leider eine feste Freundin. Einziges Manko fand ich hier, dass die besagte beste Freundin beim Leser alles andere als Vorteilhaft dargestellt wurde und man sich natürlich sehr schnell für Anna entscheidet. Ich finde hier hatte die Autorin noch authentischer arbeiten können. Es gab schließlich mal einen Grund warum die feste Freundin "Ellie" mit Etienne zusammen kam. Aber nun gut. Alles in allem konnte mich Herzklopfen auf Französisch definitiv begeistern und ich musste es geradezu in einem rasanten Tempo durch lesen, weil ich immer wissen wollte wie es weiter geht. Mitunter wurden die Geschehnisse zwar unnötig verkompliziert und man bangt Seite um Seite ob sie sich denn nun kriegen oder nicht. Dennoch fand ich es wirklich schön, das die Liebesgeschichte sehr viel Zeit zum Entwickeln hatte und auch andere Themen wie Freundschaft wichtig waren. Daher vergebe ich 4,5 Sterne für dieses tolle Buch und kann es jeden empfehlen der Mal einen locker, leichten Jugendroman fürs Herz lesen möchte.

Die Espressologin

Die Espressologin - Kristina Springer, Corinna Vierkant-Enßlin Nenn mir dein Lieblingsgetränk und ich finde deinen Traumpartner/// Die Espressologin ist eindeutig ein Frauenroman mit einer relativ witzigen Idee. Die 18 jährige Jane jobt in einem Café und hat ein ganz spezielles Hobby. Sie katalogisiert ihre Kunden nach ihren Kaffeevorlieben und fängt an diese Kunden/Kaffeegetränke mit einander zu verkuppeln. Als so immer mehr Paare zueinander finden, spricht sich das Talent von Jane herum und zieht immer größere Kreise. Da der Roman nicht mal ganz 200 Seiten fasst, ist schon im Vorfeld klar, dass man hier keineswegs große Prosa oder ausgereifte Charakterstudien vorfinden wird, oder einen Handlungsverlauf mit vielen Wendungen. Vielmehr dreht sich der gesamte Plot um die Hauptfigur Jane, die mir mit 18 Jahren in ihrem Verhalten doch zu naiv erscheint und damit noch jünger hätte sein müssen. Zunächst erscheint sie als toughe junge Frau, scheint aber zutiefst verunsichert zu sein, weil sie sich mit 18 Jahren noch von diversen Mitschülern ärgern lässt. Nun ja, über so was kann man ja hinweg sehen. Unlogisch fand ich auch ihre Beförderung zur Stellvertretenden Chefin, obwohl sie alles andere als kompetent und zuverlässig präsentiert wird. Der Espressologie-Part hat mir wiederrum sehr gut gefallen. Ich fand die Idee dahinter wie gesagt relativ witzig und ich fragte mich das ein oder andere Mal mit wem mich Jane verkuppelt hätte. Wer passt wohl zu einem großen Milchkaffee? Dennoch fand ich die Thematik zum Ende hin unnötig aufgebauscht und etwas kitschig. Die Espressologin ist und bleibt ein wirklich sehr kurzweiliger Frauenroman, der nicht wirklich mit unvorhersehbaren Wendungen aufwarten kann, aber darum geht es zumeist in Frauenromanen nicht. Wer in der Stimmung ist für ein leichtes, seichtes Sommerbuch mit einer leichten Portion Liebe und ganz, ganz viel Kaffee, der möge sich dieses Büchlein bitte vornehmen. Andere, die gerne dicke Schinken und ausgefeilte Romanplots lesen möchten, lassen lieber die Finger von. Für einen Nachmittag weiß dieses Buch jedenfalls zu unterhalten.

Die Rebellion der Maddie Freeman

Die Rebellion der Maddie Freeman - Katie Kacvinsky, Ulrike Nolte Wo war die Rebellion?/// Ich gebe zu, dieses Buch habe ich nur aufgrund des wirklich gut gemachten Buchtrailers gelesen. Hätte ich mal lieber den vielen negativen Rezensionen Glauben geschenkt, dann hätte ich mir langweilige 367 Seiten sparen können. Dabei ist die Idee hinter diesem Roman gar nicht so schlecht. Wir schreiben das Jahr 2060, die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Das Leben und die Interaktionen untereinander finden nur noch online statt- kaum einer geht mehr auf die Straße. Hauptfigur ist die junge Maddie Freeman, die sich wie alle anderen auch nur hinter ihren Onlineprofilen versteckt. Eines Tages lernt sie in einer Online-Lerngruppe Justin kennen- einen Rebell wie er im Buch steht. Er bringt Maddie dazu ihre Welt mit anderen Augen zu sehen und animiert sie dazu sich gegen ihren Vater und das System zu stellen. Das Grundrezept für eine erstklassige Dystopie ist also mit dieser Idee gemacht. Nur die Umsetzung und so ziemlich der gesamte Rest verhindern das diese Dystopie in meinen Augen wirklich gut ist. Fangen wir mit Maddie, der Hauptprotagonistin an. Wenn ich den Buchtitel lese, dann erwarte ich eigentlich ein taffes Mädchen mit einer rebellischen Ader und Ecken und Kanten. Weit gefehlt. Maddie ist sehr blass, Kantenlos, eine Mitläuferin wie sie im Buche steht. Ich wurde nicht eine Sekunde warm mit ihr. Im Gegenteil, sie hat mich genervt. Justin ist viel mehr der Rebell, den ich in Maddie sehen wollte. Er ist eigentlich die interessanteste Figur in diesem Buch. Einige Sätze, die aus seinem Munde quellen beinhalten überraschend viel Tiefgang, andere Sätze...nun, lassen wir das. Das sich eine Liebesgeschichte zwischen Maddie und Justin entwickelt ist klar. Diese wird auch, wie es heutzutage in vielen Jugendbüchern der Fall ist gewohnt zügig vorangetrieben und bleibt dadurch sehr oberflächlich. Ich fand es eher immer sehr schlimm, wenn Maddie sich quasi Justin immer an den Hals geworfen hatte, obwohl dieser nur negative Signale ausgesendet hat. Ganz ehrlich, das macht eigentlich keiner, der zum ersten Mal richtig verliebt ist. Einige Satzphrasen und Liebeleien wie „Ich liebe deine Fingernägel“ – (ja ne, ist klar) oder „Als ich Justins Tür öffnete Strich seine Energie wie ein Windstoß über meine Haut (geht es noch dramatischer, oder kitschiger?) ließen mir die Zehennägel hoch kräuseln. Ja klar, die erste Jugendliebe ist wundervoll, aber selbst diese hat in der Realität mehr Niveau als sie hier beschrieben wurde! Ein anderes großes Manko für mich an diesem Buch waren auch die Nebencharaktere, die auch mehr als blass blieben. Allen voran das Verhältnis von Maddie zu ihrem Vater bzw. Eltern. So ganz klar, warum Maddie so schlecht auf ihren Vater zu sprechen ist, ist und bleibt für mich trotz Erklärungsversuche unklar. Generell war mir der gesamte Plot viel zu lieblos abgewickelt. Mir kam es eher so vor, als wolle die Autorin schnell ein loses Konstrukt zusammen zimmern, um sich ganz der Liebesgeschichte der beiden Teenager widmen. So macht die Handlung Seitenweise (die sich teilweise über 100 Seiten ziehen) keinen wirklichen Fortschritt und ich musste mich regelrecht zum weiter lesen zwingen. Kann durchaus sein, das der ein oder andere durchaus Gefallen an dieser Dystopie finden wird, meines war es so gar nicht. Daher vergebe ich 2 Sterne und verweise noch mal auf den englischen Titel „Awaken“ der umso vieles besser passen würde.

Dreams 'n' Whispers: Lebe lieber übersinnlich

Dreams 'n' Whispers  - Kiersten White Evie strikes back// Dreams`n`Whispers ist nun die Fortsetzung rund um die junge Evie. Endlich kann sie nach dem turbulenten ersten Teil ein ganz normales Teenagerleben führen. Sie geht zur Schule, hat einen Freund (Lend) und Stress mit diversen Lehrern. Ihr gefällt das Leben und doch scheint sie sich ab und an zu langweilen. Als auf einmal Raquel wieder in ihrem Leben erscheint und Evie bittet wieder in den Dienst der IBKP zu treten, fackelt sie nicht lange und kommt gegen den Willen von Lend quasi halbtags zurück. Als auf einmal immer mehr merkwürdige Zufälle auf den Plan treten, gerät so nach und nach das Leben von Evie erneut aus den Fugen. Der zweite Teil setzt eigentlich genau da ein, wo der andere auf hört. Und da war es schon mein erstes kleines Problem: ich brauchte etwas um mich in die Geschichte wieder hinein zu finden. Teilweise hatte ich schon einige Sachen aus dem ersten Teil wieder vergessen, die jedoch absolut vorausgesetzt werden, um den zweiten zu verstehen. Da es absolut keine Rückblenden oder Erklärungen gibt, fällt einen alles aus dem ersten Teil erst so nach und nach wieder ein. Hier empfehle ich schon mal ein baldiges Lesen nach dem ersten Teil. Evie, die Hauptfigur ist und bleibt Evie. Gewohnt schrillig, teilweise arg kindisch, aber doch richtig liebenswert durchlebt sie diesen Roman und man kann nicht anders als sie lieb haben. Lend ist der fürsorgliche Freund wie eh und je und doch hätte ich mir noch etwas mehr Episoden zwischen Evie und Lend gewünscht. Logischerweise treten in diesem Band neben vielen altbekannten Gesichtern auch neue auf- besondere Perle für mich stellte dabei Jack dar. Er hat einfach einen goldigen Charakter und ich mochte ihn von Anfang an. Es gab viele Stellen im Buch, bei denen ich herzhaft über Jack lachen konnte. Die Geschichte und somit die Handlung von Dreams`n`Whispers fand ich stellenweise nicht ganz so gelungen wie noch im ersten Teil. Einige Episoden wirkten sogar recht zäh und sehr in die Länge gezogen. Man hatte das Gefühl teilweise auf der Stelle zu treten. Andere Szenen waren wieder äußerst spannend und ließen mich das Buch nicht eine Sekunde aus der Hand legen- einfach toll. Alles in allem schwanke ich bei diesem Buch zwischen 3 und 4 Sternen. Ich runde letzten Endes doch auf 4 auf, weil ich das Buch dennoch zügig gelesen habe (liegt vielleicht auch an der flüssigen Jugendsprache) und weil ich Evie und die Idee hinter dem Roman einfach mag. Es ist eben ein typischer zweiter Teil. Also immer noch lesenswert, ich freue mich schon auf die Fortsetzung! Ein besonderes Schmankerl in diesem Roman ist zudem auch die 4 Seiten lange Danksagung! :) Ich fühle mich von der Autorin geherzt, geliebt und gehuldigt- DANKE!

Du bist mein Stern

Du bist mein Stern - Paige Toon, Birgit Schmitz Jonny be good// Dies ist nun mehr mein zweiter Roman den ich von der Autorin Paige Toon lese und ich bin wie auch vom letzten Band (Lucy in the sky) wirklich begeistert. Ich habe die Geschichte um die 24 jährige Meg Stiles in nur einem Tag gelesen, so gefesselt war ich von der konzipierten Geschichte. Meg soll nämlich als persönliche Assistentin von dem Rocker Jonny arbeiten. Nachdem sie sich mehr und mehr in ihren neuen Job und ihren neuen Pflichten eingelebt hat, plagen sie nach und nach immer mehr Gefühle für Jonny. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn, doch er ist der typische Bad Boy aus dem Bilderbuch. Viel Zeit wird im Roman darauf verwendet das Leben von Jonny und das von Meg zu beschreiben. Die Liebesgeschichte die dahinter steht kommt erst so nach und nach. Aber das macht irgendwie nichts, ich war wirklich sehr interessiert wie das Leben der Reichen und Schönen so von statten geht. Ein großer Handlungsort ist dabei die Villa von Jonny in LA. Eine weitere wichtige Person ist der beste Freund von Jonny: Christian. Dieser soll eine Autobiographie über den Rocker schreiben und es bahnt sich eine kleine Dreiecksbeziehung an. Alle beschriebenen Charaktere in dem Buch fand ich sehr realistisch dargestellt und wir hätten mal wieder das Dilemma: Frau will den bösen Buben "verändern". Ich habe mich immer gefragt wie Meg nur so mit sich umspringen lassen kann, aber wo Liebe naht, hilft bekanntlich kein Zaun und Stacheldraht ;) Das Ende stellt dann wiederrum den gesamten Roman auf dem Kopf. Ich könnte mir denken viele werde es regelrecht hassen. Ich finde es ganz in Ordnung, allein in der Hinsicht, dass ich es habe trotz eines Chick-Lit-Romans nicht kommen sehen. Und das will was heißen. Ob ich das Ende an sich nun in Ordnung finde, sei mal dahin gestellt. Eher nicht, weswegen ich auch einen Stern abziehen werde. Dennoch kann ich dieses Paige Toon Buch wirklich jeden wärmsten empfehlen der auf Frauenromane steht, die nicht ganz so kitschig sein sollen. Und für alle die das Ende blöd finden und vielleicht doch noch mehr erhoffen: es gibt eine Fortsetzung (Baby be mine).

Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein: Roman

Smalltown Girls: Der Tod kommt selten allein - Josephine Mint Kein Roman, vielmehr ein langer Prolog// Smalltown Girls ist eines jener Bücher, von denen ich mich als Leser richtig verar** fühle. Laut Klappentext sollte uns eine Geschichte rund um Freundinnen aus einer Kleinstadt präsentiert werden, die durch eine mysteriöse Prophezeiung den eigenen Tod vorher gesagt bekommen. Klingt spannend- denkt man sich und fängt an zu lesen. Schnell wird klar: man befindet sich wirklich in einer Kleinstadt aber die erwähnten 3 Freundinnen sind viel mehr zwei und dann etwas später ein drittes Mädel, was eher fremd ist und dem Leser auch fremd bleibt. Die Charakterentwicklung ist dermaßen fad und befasst sich eigentlich nur mit der Hauptfigur Charlie. So wie ich das verstanden habe, soll Smalltown Girls eine Trilogie werden und jeder der drei Bände befasst sich nun mit der Sicht eines dieser drei Mädchen. Der erste Teil dreht sich also primär um Charlie. Ihr Handeln wirkt mir zuweilen arg konstruiert, ebenso wie ihre Wortwahl. Ich hasse es wenn Autorinnen bemüht jugendlich schreiben wollen. Es gibt keine Steigerungsform von "okay"! Selbst Jugendliche wissen das. (hoff ich). Wenn man nun denkt es würde sich alles um diese drei Freundinnen und um diese mysteriöse Prophezeiung handeln, der irrt sich ungemein. Die drei "Freundinnen" gehen recht merkwürdig und fies miteinander um. Da ist jeder jeden böse und unsagbar nach tragend, um im nächsten Moment wieder das Unschuldslamm vom Lande zu spielen. Die Prophezeiung, die recht stimmig eingeführt wurde, verblasst auch sehr schnell unter der banalen Handlung der ersten großen Liebe von Charlie zu Linus. Sie wird nur sporadisch erwähnt, alle drehen sich im gesamten Buch nur im Kreis und die Handlung (kann man das in diesem Fall so nennen?) tritt auf der Stelle. Nachdem ich das Buch doch recht zügig durch gelesen habe (wirklich keine große Prosa, der Text ist sehr einfach gehalten, um eventuell den jüngeren Leser zu gefallen) bleibt ein fader, ja bitterer Nachgeschmack zurück. Ich fühle mich regelrecht verar** wie oben bereits erwähnt. Selbst wenn ich weiß, dass ich nur den Auftakt einer Trilogie lese, erwarte ich für den ersten Teil eine gute Einführung aller (!!!!) Charaktere, ein stimmiges Umgebungsszenario und zum Teil eine HANDLUNG. Diese muss nicht bis ins Kleinste erklärt oder zum Ende gebracht werden, aber wenn so viele Fragen aufgeworfen werden, sollte zumindest eine Frage beantwortet werden, aus der sich eventuelle eine andere für den zweiten Teil ergibt. Nicht so in Smalltown Girls. Der Leser wird angefüttert und dann 250 Seiten gelangweilt. Ich vergaß den letzten Satz: Hier endet der erste Teil! Wie nun…fragt man sich? Ich finde es einfach unverschämt so eine halb ausgegorene Geschichte, die einem langen Prolog eher ähnelt als denn einem richtigen Buch für sage und schreibe 14,95€ auf dem Markt zu hauen! Ihr wisst schon dass es größtenteils Jugendliche lesen, die sehr genau überlegen müssen, wofür sie ihr erspartes hinblättern? Ich denke mir alle drei Teile von Smalltown Girls könnte 1(!) gutes Buch ergeben- aber nicht dieser Auftakt, der geradezu danach schreit: lasst uns Geld verdienen!!!!! So was ärgert mich und ich kann daher diesen Prolog nicht weiter empfehlen.

Aller Anfang ist Hölle: Die Dämonenfängerin (Fischer FJB (allgemein))

Aller Anfang ist Hölle  - Jana Oliver, Maria Poets Und wo war die Handlung? // Also ein Buch wie die Dämonenfängerin habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Das Buch hat circa 540 Seiten und es passiert auf diesen doch recht vielen Seiten so gut wie nichts. Weniger als nichts. Die Geschichte um die junge Riley plätschert nur so im seichten Fahrwasser dahin. Sie verliert ihren Vater, ihre Mutter ist auch schon lange tot und so steht sie als Vollwaise da. Damit ihr Vater nicht durch Nekromanten aus dem Grabe geholt wird, muss sie bis zum nächsten Vollmond an seinem Grab wachen, um schlimmeres zu verhindern. Durch den Tod ihres Vaters hat sie auch zugleich ihren Ausbilder verloren, der sie zu einer waschechten Dämonenfängerin ausbilden soll. Sie wird jemand anderem unterstellt, der ein wahrer Tyrann ist. Irgendwie hatte ich mir von dem ganzen Roman und nach den vielen unglaublich guten Rezensionen ungleich mehr erhofft. Die ersten 50 Seiten liesen sich auch sehr, sehr witzig an und ich war schon geradezu euphorisch- sicher, dies würde ein 5 Sterne Buch. Nachdem die Seiten jedoch verstrichen, Riley von einer langweiligeren Episode in die nächste schlitterte, konnte ich mir das Gähnen nicht mehr verkneifen. Dummerweise war ich auch schon viel zu weit im Buch, um abzubrechen (so was mache ich ja ganz ungern). Die Charaktere fand ich auch recht fad. Riley wirkt zwar im ersten Moment recht sympathisch, ist im nächsten Moment aber unglaublich naiv und dumm. So marschiert sie alleine los um Dämonen zu fangen und überlebt nur durch ein Wunder. Das hätte man sich irgendwie sparen können, so reagiert doch kein realistischer Mensch? Ich hätte dieses Buch eigentlich nicht lesen sollen, nachdem ich hinten gelesen habe das P.C.Cast es in höchsten Tönen gelobt hatte (der ihre Bücher finde ich nämlich auch ganz, ganz schrecklich). Als dann in der Danksagung eben dieser Autorin noch für wertvolle Tipps bei der Jugendsprache gedankt wurde, war mir eh alles klar. So hinterlässt bei mir die Dämonenfängerin einen eher sehr faden Nachgeschmack. Es gibt keinen richtigen Spannungsbogen. Man kann nicht mitfiebern- man erkennt nicht das große Ganze (und wie ich das verstanden habe, soll die Geschichte auch noch fortgesetzt werden). Die vielen Kerle die auf einmal auf Riley stehen, nerven nur. Und wichtige Aspekte und Fragen die sich dem Leser während des Schmökerns auftun werden nie beantwortet, ja nicht einmal angerissen. So fischt man irgendwie im Trüben, ist aber eh egal, nach 500 Seiten erwartet man eh nicht mehr viel. Und der lieblos hingeklatschte Cliffhanger, der dann irgendwie doch keine mehr ist, lies mich nur die Achseln zucken. Ich lese definitiv nicht weiter. 3 mittelprächtige Sterne mit Tendenz nach unten also für die langweilige Dämonenfängerin- man kann dieses Buch lesen, wenn man es nicht tut, hat man auch nichts verpasst!

Das göttliche Mädchen

Das göttliche Mädchen (Klappenbroschur) - Aimee Carter Griechische Mythologie im Jugendbuchgewand// Ich liebe einfach alles was mit der griechischen Mythologie und den griechischen Göttern zu tun hat. Keine Frage dass ich da "Das göttliche Mädchen" lesen musste. Die Autorin verwebt in diesem Roman nämlich die Geschichte von Hades und Persephone in neuer Zeit und spinnt die Story sozusagen weiter. Held im Buch ist Kate. Ein 18 jähriges Mädchen was darunter leidet, dass ihre Mutter schlimm an Krebs erkrankt ist und bald sterben wird. Sie kann ihre Mutter jedoch nicht gehen lassen. Als Kate auf einmal auf den schweigsamen, traurigen Henry trifft und dieser ihr ein Angebot macht, das sie nicht ablehnen kann, nimmt die Tragödie quasi ihren Lauf. Denn Kate muss fortan ein halbes Jahr bei Henry in der Unterwelt verbringen um ihre Mutter zu retten. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, keine Frage. Der Schreibstil ist einfach, einem Jugendbuch angemessen und auch die Verkettung von Mythologie mit tragischem Schicksalsschlag hat mir sehr, sehr gut gefallen. Die Figuren wirken allesamt sehr plastisch. Mein Liebling im Buch ist ganz klar Henry. Das sich eine Liebesgeschichte zwischen dem Gott der Unterwelt und Kate anbahnt, ist dem Leser schon vom Klappentext klar. Dennoch hat mir hier die Rollenverteilung sehr gut gefallen. Denn im Gegensatz zu manch anderen Büchern, ist es hier die Frau die quasi den traurigen Mann nach und nach zum Schmelzen bringen muss- einfach erfrischend anders. Die Autorin überstürzt die Geschichte auch nicht, was es für mich als Leser sehr glaubwürdig bleiben lies. Einziger Kritikpunkt für mich an diesem Buch war die "schnelle Freundschaft" die Kate mit James (ganz zu Beginn des Buches) und später mit Ava geschlossen hat. Das war mir eindeutig zu schnell und daher irgendwie unrealistisch. Zudem stellte sich das Ende für mich etwas zu vorhersehbar heraus. Was für einige dann ein Knackpunkt sein wird, wusste ich irgendwie schon auf der zweiten Seite. Aber ich hatte sicherlich nur einen verdammt guten Riecher- ich kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.